Filmblog, Medienblog und der ganz normale Wahnsinn
tth | 18 August, 2006 11:42
Für Anne ;-)
Zehn Jahre lang war Gary Hamilton unschuldig gefangen und musste Zwangsarbeit in einem Steinbruch verrichten. Auf Grund seiner guten Führung und seiner als Soldat erbrachten Verdienste wird jedoch in die Freiheit entlassen. In der Postkutsche lernt er den jungen Offizier Dick Acombar kennen, dem er ankündigt nach am Abend seinen Vater zu besuchen. Doch bevor er dieses tut muss er sich erst einmal eine Waffe und ein Pferd besorgen. Denn ihm dürstet es nach Rache, da Acombar ihn einst unschuldig ins Gefangenenlager brachte und ihm alles genommen hat. Mit einem aufkommenden Sturm im Rücken erscheint er in Acombars Stadt und beginnt geistergleich dessen Männer auszuschalten und tötet sich dem Showdown mit Acombar entgegen.
Die Geschichte des einsamen Rächers ist im Italo Western ja keine Seltenheit, aber wie Antonio Margheriti sie erzählt, ist wirklich außergewöhnlich. Klaus Kinski wird dadurch, dass er meisten von unten gefilmt wird schon zu Beginn zu einer Art Übermenschen stilisiert und bleibt dieses bei seinem Kampf in der Stadt auch. So läuft er geistgleich Sonnenuntergang und Sturm im Nacken in der Stadt auf und verschwindet im gleichen Moment wieder so dass Acombars Männer nicht gewiss seinen könne wo er ist. Diese Mystifizierung erreicht ihren Höhepunkt im grandiosen finale des Films, in dem Gary Hamilton seinem Nemesis Acombar in einem brennenden Spiegelkabinett gegenübersteht und am Ende über diesen am Ende richtet. Weiterhin gibt es immer wieder Elemente des Gothic Horror im Film. In der Sturmnacht läuten die Glocken, Orgelklänge ertönen, Fensterläden klappern, Vorhänge wehen und die Männer befinden sich in einer gespenstischen Einsamkeit. Diese Besonderheiten machen „Satan der Rache“ zu einer Perle unter den Italowestern. Darüber hinaus wurde handwerklich sauber gearbeitet und die Schauspieler legen neben dem wie immer großartigen Klaus Kinski eine gute Leistung ab. Auch wird nicht der Fehler begangen die Geschichte durch Unnötiges auszuweichen. Der Konflikt zwischen Acombar und seinem Sohn, welcher die einzige moralisch reine Figur im Film zu seien scheint gibt dem Film sogar noch einmal mehr Ernst und Tiefe. Lediglich ein paar kleine Fehler sind der Produktion unterlaufen. So wirken die Katakomben unter der Stadt an sich vollkommen unglaubwürdig und besonders am Ende merkt man teilweise dass Wetter und Tageszeit nicht immer wirklich richtig sind. Auch die Musik ist leider nicht wirklich gut. Da hätte man mit ein bisschen Geschick mehr raus machen können. Zudem ist vor allem der irgendwie kitschig wirkende Titelsong vollkommen unpassend. Aber an diesen Kleinigkeiten sollte man sich wirklich nicht stören, da man es ansonsten mit einem spannenden und gradlinig erzählten Spagettiwestern zu tun hat.
Übrigens. Eigentlich spricht der Originaltitel von Kain, als Rächer, was auch am Ende kurz thematisiert wird, aber in meinen Augen wenig Sinn macht.Regie:
Antonio Margheriti
Drehbuch und Geschichte:
Giovanni Addessi
Antonio Margheriti
Darsteller:
Klaus Kinski
.... Gary Hamilton
Peter Carsten ....
Acombar
Marcella Michelangeli .... Maria
Guido Lollobrigida ....
Miguel Santamaria (as Lee
Burton)
Antonio Cantafora ....
Dick Acombar
Giuliano Raffaelli ....
Doctor
Luciano Pigozzi ....
Francesco Santamaria (as Alan
Collins)
Lucio De Santis
María Luisa Sala ....
Rosy
Joaquín Blanco
Giacomo Furia
Furio Meniconi ....
Mike
Luigi Bonos (as
Gigi Bonos)
Marco Morelli
Franco Gulà
Osiride Pevarello ....
Pedro
Pedro Mendiconi
Aka:
And God Said to Cain
Cain's Revenge (
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