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Filmblog, Medienblog und der ganz normale Wahnsinn

Immer noch kein Sozi!

tth | 24 Juli, 2005 17:35

Ich habe das Kampagnenforum der Jusos in Köln (oder war es Düsseldorf) besucht. Der Grund dafür, lässt sich recht einfach erklären. Auf der einen Seite gab es keinen und auf der anderen Seite hatte ich eh nichts zu tun und die Fahrtkosten wurden erstattet. So machte ich mich als am Samstagmorgen von Meschede nach Köln (Düsseldorf) auf um mich ein wenig in Sachen SPD Politik weiter zu bilden. Die Hinfahrt an sich bot dabei schon eine gewisse politische Aufklärung. Denn ich und meine beide Juso Begleiter hatte das Vergnügen, die Bahn mit ein paar unterbelichteten Nazis, Skinheads oder auch einfach NPD Wählern zu teilen. Wer jetzt denkt, ich würde Vorteile gegen Andersdenkende haben, der irrt. Aber wenn ich irgendwelche gehabt hätte, dann wären sie in Punkt Dummheit dieser Deppen nun wirklich bestätigt. Sie verunglimpften die deutsche Sprache zum einen dadurch, dass sie „White Power“ auf der Jacke stehen hatten (scheiß Anglizismen!) und zum anderen dadurch, dass sie trotzdem versuchten deutsch zu sprechen. Hierbei scheiterten sie jedoch fortwährend. Ihre Sätze waren durchschnittlich nicht länger als 3 Worte und wenn es um den nächsten Satz ging, bezog sich dieser schon nicht mehr auf den (wohl vergessenen) vorhergegangenen. Armes Deutschland. Nachdem wir einen kleinen Umweg über Köln(Düsseldorf?) Messe genommen hatten, erreichten wir das „Zeit für Entscheidungen“ heißende Kampagnenforum. Dort hatte ich dann das dumme Gefühl, dass ich der einzige ohne SPD Parteibuch oder zumindest ohne Juso Mitgliedschaft sei. Von Seiten meiner Mitreisenden Jusos wurde zwar versucht das zu ändern, aber ich blieb standhaft. In dem von mir besuchten Workshop ging es dann um so ziemlich das gleiche, wie in meinem glorreichen SoWi Abitur. Die Gerechtigkeit und die Bürgerversicherung. Es war zwar ganz nett, den gesamten Sachverhalt einmal von jemanden erklärt zu bekommen, der Ahnung von dem Thema hatte, doch hatte der referierende Professor Karl Lauterbach so ungefähr das Charisma eines Blecheimers. In der Kaffeepause bemerkte dann eine hoch motivierte Juso Genossin, dass ich noch gar kein Juso sei. Die Gute hatte zwar mehr als zwei Argumente, aber irgendwie konnte sie mich dann doch nicht überzeugen. Aber vielleicht war ich auch einfach viel zu überwach an diesem Punkt, da ich an diesem Punkt schon 3 Kannen Kaffee verkonsumiert hatte. Nur durch diesen Koffeinschupp war es mir möglich die Rückfahrt von Köln (Düsseldorf) nach Meschede zu überstehen. Denn die die Werbeversuche gerieten so langsam in eine Richtung an denen ILSA ihren Spass gehabt hätte. Wobei ich nicht weiß, ob ILSA jemals bei den Jusos war. Doch vorstellen könnt ich es mir nach dieser Zugfahrt auf jeden Fall^^

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