Filmblog, Medienblog und der ganz normale Wahnsinn
tth | 21 Juli, 2005 22:34
Um an dieser Stelle mal eins klar zu stellen! Ich bin kein Sozi und werde so Gott will auch niemals einer sein. Aber da ich bereits SPD Bundeskanzler Gerhard Schröder und Franz Müntefering bei ihrem letzten gemeinsamen Besuch im HSK besucht hatte, habe ich mir auch Sigmar Gabriel bei seinem Auftritt Kolpinghaus angesehen. Für alle die die nicht wissen wer Sigmar Gabriel ist, erkläre ich das mal kurz. Er war mal SPD Ministerpräsident in Niedersachsen und wurde immer gerne als der Mann der Zukunft der SPD gehandelt. Auf jeden Fall sah dass das „sozialistische Kampfblatt“ (Zitat Herr Mühlenbein) Der Spiegel seine Wiederwahl lange Zeit als absolut sicher an und war auch der Meinung der Mann habe alle Chancen noch weiter auf zu steigen. Dummerweise sorgte die SPD dann dafür, dass die Niedersachsen ihren Ministerpräsident auf Grund der Bundespolitik abwählten. Und nach dem er kurzfristig der POPbeauftragte der SPD war wohl sein nächste Karrieresprung sein Auftritt in Meschede (oder so ähnlich^^).
Auf dieser Veranstaltung lernte ich mal wieder einiges. Das erste was mir auffiel war die klare Rollenverteilung auf dem Podium. Okay, es ist vielleicht ein wenig fies zu erwähnen, das Dagmar Schmidt quasi Wasserträgerin für die Herren die dort oben saßen war, aber es fiel mir halt auf. Überhaupt war macht Dagmar Schmidt keine so gute Figur. Ihr zweimaliges Handyklingeln verleite Herrn Gabriel zu einer Aussage, die zwar nicht wortwörtlich „Frauen und Technik“ lautete, aber jedoch sinngemäß bestimmt so gemeint war. Die Rede die Sigmar Gabriel war für meinen Geschmack eine wenig zu wenig populistisch. Aber da es sich um eine SPD Sitzung handelte war das wohl ganz gut so. Es ging um das zur Zeit übliche. Die Neuwahlen, die Agenda 2010, Hartz 4 und all dass was dem Sozi an sich so auf der Seele brennt. Das war alles wirklich interessant und wäre ich leichtgläubiger könnte ich jetzt ruhigen Gewissens die SPD wählen und wüsste, dass die CDU immer alles falsch macht. Aber da Politik ja immer etwas schwerer ist, als sie sich anhört, wird ich mich bis zur nächsten Wahl wohl doch noch mal mit dem gesamten Sachverhalt befassen müssen. Richtig interessant wurde es ab dem Augenblick, ab dem Sigamar Gabriel anfing von Subventionen zu sprechen. Denn er erklärte was für tolle Sachen in Deutschland subventioniert werden. Das ging von Schnittblumen, über Katzenfutter bis hin zu Schnaps und Softpornografie. Die Sache mit dem Schnaps finde ich persönlich klasse und würde jeden unterstützten, der diese Subvention ausbauen will, aber das mit den Softpornos klingt mir doch reichlich konfus. (Ich werde mal recherchieren ob Black Emanuelle oder die Sexy Sport Clips nicht vielleicht doch vom Staat bezuschusst wurden, man weiß ja nie! Da heißt es dran bleiben). Den Abschluss der Veranstaltung bildete dann eine Diskussion bei der die Genossen noch soweit aufgeklärt wurden, dass sie in letzter Zeit doch das meiste richtig gemacht habe und dass die Zukunft gar nicht so SCHWARZ aussieht, wie manch einer das glauben mag.
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