Filmblog, Medienblog und der ganz normale Wahnsinn
tth | 09 Dezember, 2007 13:53
Was in dieser Folge besonders deutlich wird, ist die starke homosexuelle Spannung zwischen Tim und dem ihm nie von der Seite weichenden Willi. Dadurch das Tims Alibifreundin Gabi nicht mit von der Party ist, wird recht schnell klar, dass da mehr nicht nur Freundschaft sondern auch Busbauen zwischen den beiden geht.
Tim brilliert in Sklaven für Wutawia wie gewohnt durch seine enorme Klugscheißerei. Dadurch das Karl „Computer“ nicht dabei ist, um ihm darin Konkurrenz zu machen, kann Tim sich Gottes gleich entfalten. Sätze wie „Diese Bude gehört nicht euch, sondern dem städtischen Bauamt“, „Du hättest nachgegeben und wärst ausgezogen. Ich hingegen konnte denen Kontra geben. Ich trainiere ja fünf Stunden die Woche Kampftechnik, damit ich mich wehren kann.“, „für eine Gute Tat nehmen wir nichts!“ „Wir fallen dem Staat nicht zur Last!“ sind mehr als unfreuwillig komisch. Und spätestens, wenn er anfängt Philosophen im Schnelldurchlauf ab zuklappern wird es richtig übel, wobei sein Kommentar zu Nietzsche ja nicht so falsch ist: „Der hat das Mitleid verachtet und wollte den Übermenschen!“
Ganz interessant ist hingegen noch die Parallel der Skalvenkolonie Wutawia in der die 112 Stunden Woche herrscht zur Colonia Dignidad.
Bildquelle: Amazon.de
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