Filmblog, Medienblog und der ganz normale Wahnsinn
tth | 06 Dezember, 2007 16:39
Aber Andre hält sich dort nicht nur einen Puma als Haustier! In seiner Scheune hat er Frauen angekettet. In seiner Fantasie sind die Frauen seine Tiere und er ist der, die Peitsche schwingende Dompteur und Zirkusdirektor. Wenn sich eines seiner „Tiere“ nicht dressieren lässt wird es zur Strafe mit Kuhblut gepinselt und anschließend vom Puma gejagt. Wobei der Puma das kleinere Problem der Ladys ist.
Denn Andres Haus steht zu allem Überfluss im Atombombentestgelände und durch die Verstrahlung hat sich Andres Vater in einem mordlustigen Mutanten verwandelt. Ferner hat der gute Andere noch einen ziemlichen Mutterkomplex und erkennt in einer seiner gefangenen Frauen, seine geliebte Mutter wieder.
Exploitation Perlen findet man ab und zu dort wo man sie gar nicht vermutet hätte. Nightmare Circus ist so eine Perle. Auf Grund des Alternativtitel „Cages Women II“ hatte ich einen Frauengefängnis Film erwartet. Doch ein ein WiP (Women in Prison) Film ist Nightmare Circus nur bedingt. Zwar gibt es Frauen, die gefangen gehalten, ausgepeitscht und gequält werden, aber da hören die Wip Elemtne auch schon auf.
Denn ansonsten klaut der Film sich Elemente aus anderen Filmen und verwurstet sie zu einer grandiosen Pottpüree. Der Mutantenvater passt beispielsweise kein bisschen in den Film. Er und das Abbiegen auf die Abkürzung zu Beginn des Films, hat mich zuerst an Wes Cravens „The Hills have Eyes“ erinnert, aber der erschien 3 Jahre später. Auf jeden Fall passt der Mutant kein bisschen in den Film. Aber ein mordender Mutant ist immerhin besser als kein mordender Mutant. Zumal in Zusammenhang mit ihm sogar mal ein bisschen Blut fließt.
Sigmund Freud Anhänger werden an Andre derweil ihre helle Freude haben. Sein Verhalten ist so erklärbar, dass der Film es auch gar nicht erst versucht. Warum Andre Frauen für Tiere hält, vom Zirkus träumt, ein gestörtes Verhältnis und auch ansonsten nicht mit einem gesunden Geist gesegnet bleibt schleierhaft. Im Zweifelsfall liegt wohl an seiner schweren Kind und verrenkter Sexualität.
Sex bietet der Film nicht und es gibt nur eine einzige Nachtszene der Mädchen. Statt einer Parallelhandlung rund um den Agent der Mädchen hätte man bessere dieses Element weiter ausgebaut. Aber Amys sind halt ein bisschen prüder gewesen als die Kollegen aus Europa.
Regisseur Alan Rudolph hat später übrigens als ernsthafter Autorenfilmer Karriere gemacht und Hauptdarsteller Andrew Prine ist auch noch als Schauspierl aktiv.
Darsteller:
Andrew Prine ... Andre
Manuela Thiess ... Simone
Sherry Alberoni ... Sheri
Gyl Roland ... Corrine
Sheila Bromley ... Mrs. Baynor
Gil Lamb ... Mr. Alvarez
Al Cormier ... Sheriff Stanford
Chuck Niles ... Derek Moore
Jennifer Ashley ... Flower Child
Laura Campbell ... Laura
Sonja Dunson ... Sonja
Karen Fredrik ... Karene (as Karene Fredrik)
Lin Henson ... Lin
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