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Ontologie versus Ornithologie

tth | 29 Oktober, 2007 00:50

Freitagmittag an der Uni Trier. Ein Hörsaal voll mit Philosophiestudenten die etwas über den Utilitarismus lernen wollen, bzw. es müssen. Die idyllische Atmosphäre wird nur durch eins gestört. Denn Dozenten. Dieser begnügt sich nämlich nicht damit, vorne zu stehen und seinen Stoff durchzuziehen. Er stellt auch Fragen. Da die Veranstaltung zum Utilitarismus keine Vorlesung, sondern ein Seminar ist, ist das auch sein gutes Recht. Doch die Frage in den Raum zu werfen, was denn nun unter Ontologie zu verstehen sei, war zugegebenermaßen etwas kniffelig. Natürlich wollte niemand etwas sagen. Es war immerhin Freitag.

Doch dann meldet sich ein todesmutiger Philosophiestudent und sagte allen Ernstes: „Die Vogelkunde!“

Na ja. Das ist nicht ganz richtig. Aber über die Frage, ob man nicht darauf kommen könnte, dass die Vogelkunde nichts in einer Veranstaltung der Philosophie zu suchen hat kann man streiten. Immerhin fangen sowohl die Ontologie als auch die Ornithologie mit einem O an und hören mit einem ologie auf.

Auf jeden Fall gab dieses Abrutschen in die Tierkunde dem Dozent die Möglichkeit, seine neusten Erkenntnisse zum Blattlauslöwen zum Besten zu geben. Das hatte dann auch schon wieder was mit dem Utilitarismus zu tun, da dieser ein Nützling ist. Und so schloß sich der der Kreis.


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