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Filmblog, Medienblog und der ganz normale Wahnsinn

Das Frauenhaus –aka- Blue Rita –aka- Le Cabaret des filles perverses (1977)

tth | 23 Juli, 2007 13:00

Blue Rita ist der Name eines exklusiven Pariser Nachtclubs sowie seiner Besitzerin. In diesem werden die Tänzerinnen von Blue Rita gerne an die männlichen Gäste des Etablissements vermittelt. Doch geschieht dies mit einem Hintergedanken. Blue Rita arbeitet nämlich mit dem Geheimdienst zusammen und kerkert die Männer, die dem schönen Schein ihrer Mitarbeiterinnen erliegen in ihrem Versteck ein. Als eine der Frauen versucht aus dem schmutzigen Geschäft auszusteigen und halbnackt durch Paris flüchtet wird sie gnadenlos überfahren. Derweil wird Blue Ritas Opfer, ein Journalist, der für den westdeutschen Verfassungsschutz arbeiten soll übel gefoltert! In einem kleinem Loch eingesperrt wird er mit einer grünen Flüssigkeit übergossen, die ihn an nichts anderes mehr denken lässt als an Sex. Zudem springen über seinem Kerker Blue Ritas Dienerinnen umher und machen die Qual für ihn so nicht leichter. Denn neben dem Interesse an Geheiminformationen will Blue Rita auch das Geld, dass sich auf dem Konto ihres Opfer befindet. Später bekommt Rita den Auftrag einen Agenten aus dem Ostblock einzufangen, dem sie derselben Sexfolter unterzieht. Doch dieser kann entkommen und Blue Rita vermutet einen Verräter in ihrer Lesbentruppe. Als Strafe für den Verrat lässt sie den vor Sexentzug schon ganz geisteskranken Journalist auf die vermutliche Verräterin los. Am Ende stellt sich heraus, wer in dem ganzen Spiel Doppelagent war und wer eigentlich zu Interpol gehörte.

Wenn Erwin C. Dietrich und Jess Franco zusammen gearbeitet haben, weiß man als Fan ja was einen erwartet. Und genau das bietet „Das Frauenhaus“. Die Story ist mehr als dünn und lässt sich vielleicht noch am ehesten mit der eines Agententhrillers vergleichen. Wobei man nur Handlung für schätzungsweise 15 Minuten hat und den Rest mit Sexszenen, nackten tanzenden Frauen und mit sanftesten Sado Elementen auffüllt wurde. Hier muss man leider kritisieren, dass die weiblichen Darstellerinnen keine wirklichen Schönheiten sind. Da hat man in Jess Franco Filmen schon ästhetische Anblicke geboten bekommen. Anders sieht das auf der männlichen Seite aus. Hier brilliert Jess Francos Stammdarsteller Eric Falk. Was den Film wirklich sehenswert macht ist seine Optik. So sind die Bilder oft in ein Rot oder Blau getaucht, oder es herrscht eine sterile Weiße Atmosphäre, was dafür sorgt, dass „Das Frauenhaus“ meilenweit weg ist von irgendwelchem billigen Sleaze. Gerade der weiße Raum mit seinen Luftgepolsterten Möbeln und blaue Salon des Blue Rita verfügen über ein herrliches Design, das Nostalgie aufkommen lässt. Das Kommandopult des Kerkers wirkt zwar wie aus Raumaptrollie Orion geklaut, aber dass hat auch einen gewissen Reiz. Weiterhin hat Jess Franco nette Ideen verwirklicht, wie z.B. eine Lesbenszene gefilmt durch ein Aquarium mit Fischen. Wer einen Fetisch für nackte Frauen mit Gasmasken hat, kommt auch auf seine Kosten und natürlich gibt es auch ein bisschen Blut. Ein bisschen gestört hat mich de Szene in der versucht wird so etwas wie Schulmädchenerotik zu verkaufen, da dies einfach nicht zum Rest des Films passt. Ansonsten ist der Film, gerade weil er nicht so langatmig ist und weil Jess Franco ausnahmsweise mal nicht exzessiv zoomt wirklich zu empfehlen. (wobei ich das bestimmt über jeden Franco Filme sage^^)

Die großartige Verfolgungsjagd relativ zu Beginn des Films:

Regie und Drehbuch:

Jesus Franco              

 

Darsteller:

            Pamela Stanford                     

            Dagmar Bürger                       

            Martine Flety   ...         Blue Rita

            Esther Moser              

            Olivier Mathot            

            Eric Falk                     

            Guy Delorme              

            Henri Guégan              

            Néné Kaò                  

            Betty Laure                 

            Karine Martin             

            Angela Ritschard                    

            Sarah Strasberg                      

            Chantal Virapin                       

 

Produced by

Erwin C. Dietrich         ....        producer

Robert de Nesle          ....        associate producer

 

Original Music by

Walter Baumgartner               

 

Cinematography by

Ruedi Küttel                (as Rudolf Küttel)

 

Costume Design by

Ellen Salzmann           

 

Makeup Department

Jacob Peyer     ....        makeup artist

 

Production Management

Werner Zeindler           ....        production manager


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