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Die Teuflischen Schwestern -aka- Sexy Sisters (1976)

tth | 08 April, 2007 12:36

Während einer surreal anmutenden Sexshow, bei der zwei maskierte Frauen eine lesbische Performance präsentieren, lädt die hübsche Edna einen fremden zum ficken ein. Da der Platz für Sex im VW Käfer etwas beschränkt ist, fahren die beiden zu Ednas Anwesen, in dem sie dann mit dem Liebesspiel beginnen. Dieses wird jedoch von Edna jäh unterbrochen. Denn im Nebenraum liegt ihre Schwester Millie, in einem goldenen Käfig nackt ans Bett gekettet und Edna überlässt ihr den Mann und schaut lieber heimlich zu während sie mit einer Kerze masturbiert. Doch der Schein trügt. Millie ist in Wirklichkeit nicht so nymphoman, sondern wird von Edna und ihrem Geliebten unter Drogen gesetzt. Ziel dieser unmenschlichen Behandlung ist es das Erbe der Eltern zu bekommen, welches nur dann in Edna Händen bleiben kann, wenn Millie als psychisch krank angesehen werden kann. Außerdem hat Edna eine gewisse sadistische Ader, weshalb sie der durch Drogen geil gewordenen Millie sogar einen Mann zukommen lässt, der sie einst vergewaltigte (nachdem er sie unter dem Bett fand, in dem er grade Sex mit Edna hatte).

Oh ja. Die Zusammenarbeit zwischen Erwin C. Dietrich und Jess Franco war fruchtbar. Mit „Die Teuflischen Schwestern“ haben sie einen Sexploitation Film geschaffen, den unwissende als langweiligen Softporno abtun würden, der aber für eingeweihte fast alles bietet was das Herz begehrt. Die Story ist nur ein Hauch und bietet dennoch Raum für jede Menge Sex in den unterschiedlichsten Konstellationen. Dabei hält die Kamera manchmal für eine softcore Film ungewöhnlich lange auf das Geschehen, ohne dabei jedoch die Grenze zum Hardcore zu überschreiten. Man kann sich über Karine Gambier  freuen, die zwar wie alle andere Darstellerinnen 70er Jahre typisch mit einem Pelz von Schamhaaren ausgestattet ist, aber doch nackt ans Bett gefesselt ein schöner Anblick ist. Überhaupt hat Franco hier doch recht ästetetisch und künstlerisch gearbeitet, ohne aber surreal zu werden. So gibt es eine halb durch ein „Was auch, Netz?“ verdeckte Sexszene und die Franco typischen Zooms und Unschärfen. Auch die Wohnung Ednas hat, mit den Katzenbildern an der Wand und den tollen 70er Jahre Möbeln, trägt zur Atmosphäre bei. Positiv fällt auch der mit Jazz ausgeschmückte Soundtrack auf.

Die Strandszene mit dem Einölen hätte man meiner Auffassung noch ein bisschen Ausbauen können und dafür die Swimmingpools Szene weglassen können. Außer über Karine Gambier gibt es noch Eric Falk in schwarzer Lederjacke zu sehen, der sich erst mit Edna und ihrer Angestellten einen Dreier hinlegen darf und nachher bei Millie einen Herzinfarkt vortäuschen darf.  Des Weiteren spielt der blonde Muskelmann mit, dessen Namen ich einfach nirgendwo finde.

Die Teuflischen Schwestern ist bestimmt kein Glanzstück der Kinogeschichte oder ein Meisterwerk des Meister Jess Franco, aber dadurch, dass man sich nicht mit überflüssiger Story aufhält, kann man als Liebhaber von Eurosleaze Erotik seine Freude an dem Film haben.

 

Regie: Jess Franco

 

Drehbuch und Story: Erwin C. Dietrich

 

Darsteller:

            Karine Gambier           ...        Millie

            Pamela Stanford          ...         Edna

            Jack Taylor      ...         Dr. Barnes (as Jack Tylor)

            Esther Moser              

            Eric Falk          ...         Gigilo

            Marianne Graf            

            Kurt Meinicke

 

Aka:

Sexy Sisters (International: English title)

The Devilish Sisters

Aberraciones sexuales de una rubia caliente (Spain) [es]

Deux soeurs vicieuses (France) [fr]

Frenesie erotiche di una ninfomane (Italy) [it


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