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Der Biss der Schlangenfrau -aka- The Lair of the White Worm (1988)

tth | 04 November, 2006 16:38

Der schottische Archäologie Student Angus buddelt mitten im Hof der Schwestern Mary und Eve Trent einen riesengroßen Tierschädel aus. Da er eigentlich auf der Suche nach den Überresten eines Klosters aus römischer Besatzungszeit ist, verwundert es ihn doch, einen vermeidlichen Dinosaurier Schädel zu finden. Für diesen Fund interessiert sich nicht nur Lord James D'Ampton, dessen Vorfahre vor Jahrhunderten einen bösartigen Lindwurm erschlug, sondern auch verführerische Lady Sylvia Marsh. Doch diese Fem Fatal ist vom Forschergeist getrieben, als vielmehr auf der Suche nach Opfern für ihren heidnischen Gott.

Als Vorlage für diesen britischen Horrorfilm diente eine Geschichte des Dracula Autors Bram Stoker als Vorlage. Das reicht zwar nicht aus um einen guten Film zu machen, aber mich hat „Der Biss der Schlangenfrau“ stellenweise wirklich positiv überrascht. So gibt es ein paar Wahnvorstellungen bzw. Flashbacks, in denen ein ans Kreuz geschlagener Jesus mit einer Schlange zu kämpfen hat, während zu seinen Füssen Nonnen von römischen Soldaten vergewaltigt werden. Auch sieht man in solchen Szenen gepfählte Nonnen und heidnische Priester die eine Jungfrau opfern wollen. Diese Szenen haben zwar dem Anschein nach nicht sehr viel gekostet, aber dadurch, dass sie mitten in das britische Postkarten Idyll einbrechen, habe sie doch ihre Wirkung. Blutig kann man den Film bei weiten nicht nennen, aber eine mit dem Schwert zerteilte Schlangenfrau und eine ins Auge gehende Splatter Szene sorgen doch für ein paar Schockeffekte. Sexy Highlight des Film ist Amanda Donohoe als lüsterner Vamp. Denn sie sorgt nicht nur für Erotik pur, sondern bietet auch die beste schauspielerische Leistung, was daran liegen mag, dass sie ihr das Drehbuch die besten Szenen zuschreibt. Denn alle andere Hauptdarsteller scheinen größte Mühe zu haben irgendetwas auf die Beine zu stellen. Aber hier versagt vor allem das Drehbuch, denn wie die vier Helden an die Aufklärung des Mysterium heran gehen erinnert eher an Skooby Doo als an einen ernstzunehmenden Horrorfilm. Hätte man hier ein bisschen mehr Spannung eingearbeitet und den Figuren so etwas wie Tiefe gegeben wäre der Film um Längen besser. Es wäre zum Beispiel mal interessant wie Eve und Mary mit dem spurlosen verschwinden ihrer Eltern klar kommen. So gleitet der Film bei Zeiten in ein B Movie ab. Besonders die Traumsequenz im Flugzeug wirkt total lächerlich und irgendwie hatte ich auch das Gefühl, dass Regisseur Ken Russell einen gewissen Fetisch für Strapse zu haben scheint. Ohne diese Fehler wäre „The Lair of the White Worm“ zwar immer noch kein Meisterwerk, aber als Horrorfilm mit biblischen Motiven bestimmt für gepflegten Grusel, jenseits des Amy Horror zu gebrauchen.


Regie:

Ken Russell

Darsteller:

Amanda Donohoe .... Lady Sylvia Marsh

Hugh Grant .... Lord James D'Ampton

Catherine Oxenberg .... Eve Trent

Peter Capaldi .... Angus Flint

Sammi Davis .... Mary Trent

Stratford Johns .... Peters

Paul Brooke .... P.C. Erny

Imogen Claire .... Dorothy Trent

Chris Pitt .... Kevin

Gina McKee .... Nurse Gladwell

Christopher Gable .... Joe Trent

Lloyd Peters .... Jesus Christ

Miranda Coe .... Maids/Nuns

Linzi Drew .... Maids/Nuns

Caron Anne Kelly .... Maids/Nuns


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