PLANLOS-blog

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The Toolbox Murders (1978)

tth | 17 August, 2006 10:45

In einem Mietshaus in Los Angeles treibt ein grausamer Mörder sein Unwesen. Der Maskierte tötet mit dem Inventar aus seinem Werkzeugkoffer. So stirbt das erste Opfer zum Bespiel durch die Bohrmaschine. Als zweites fällt eine junge Frau dem Killer zu Opfer. Jedoch nicht ohne dem geneigten Zuschauer vorher einmal ihre (wirklich verdammt hübschen) Brüste gezeigt zu haben. An diesen wird wohl aber niemand mehr Freude haben, nachdem der Kopf der Frau Bekanntschaft mit dem Hammer des Maskierten gemacht hat. Zu guter Letzt ist da noch die ebenfalls wirklich hübsche junge Frau, die in der Badewanne masturbiert. Denn der Mann mit der Skimaske scheint das gar nicht so gut zu gefallen (wie dem Zuschauer vielleicht^^), denn sie wird kurzerhand mit der Nagelschusspistole genagelt. Zu guter Letzt entführt der Mann auch noch ein junges Mädchen. Dass ruft nicht nur die Polizei auf den Plan, sondern auch zwei Jungs die Detektiv spielen wollen.

Nach Slumber Party Massacre hatte ich irgendwie Lust auf Werkzeug. Was leiht da näher, als sich doch mal den teilweise als Skandalfilm geltenden Werkzeugkasten Morde anzugucken (Der Film lief in Deutschland übrigens fälschlicherweise unter dem „Der Titel Killer mit der Bohrmaschine“ und „Der Bohrmaschinenkiller“, obwohl diese nur einmal benutzt wird). Den Skandal und die Aufregung die um den Film gemacht wurde kann ich nur zum Teil verstehen. Der erste Teil des Films in dem die Morde geschehen bietet zwar Anlass zu Protest, aber so schlimm ist das alles auch wieder nicht. Wirklich gezeigt werden die Morde nicht. Das meiste passiert im Off und man sieht nur Blutspritzen und kein Gore. Die Szenen verfehlen ihre Wirkung aber nicht. Das liegt vor allem an der fast Snuff oder Dokumentarisch anmuteten, düsteren und schäbigen Inszenierung. Die Kulisse des Mietshauses sorgt zu dem für einen beklemmenden Realismus. Skandalös ist wohl vor allem die Szene in der die Frau, die sich in der Badewanne selbst befriedigt hat der Nagelpistole zum Opfer fällt. Nicht wegen ihrer visuellen Gewalt, sondern vielmehr wegen der sexuellen Metaphorik. Zartbesaitete sollten um The Toolbox Murders eh einen großen Bogen machen, da die grausame kalte Brutalität, auch wenn sie nicht direkt gezeigt wird schon verstören kann. Wobei ich sagen muss, dass die Szenen vor allem durch die musikalische Untermalung wirklich filmische Qualität haben. Nach der ersten halben Stunde ändert sich er Film dann jedoch radikal. Der Mörder mit der Skimaske lässt das Werkzeug eingepackt und man darf nun den zwei Teenagern dabei zugucken wie sei versuchen den Fall zu lösen. Das ist leider bis zu dem Punkt an dem sich herausstellt, dass der eine auch nicht mehr alle Tassen im Schrank hat recht langweilig und langwierig. Parallel sieht man den Entführer und sein gefesseltes Opfer. Hier war man deutlich um Ernsthaftigkeit bemüht, wodurch alles wie in einem „echten“ Entführungsdrama wirkt. Das Finale hat dann noch etwas wirklich Bedrückendes an sich, was man so nicht erwartet hätte.

Tobe Hopper hat übrigens ein Remake zu dem Film gemacht.

Regie: The Toolbox Murders

Darsteller:

Cameron Mitchell .... Vance Kingsley

Pamelyn Ferdin .... Laurie Ballard

Wesley Eure .... Kent Kingsley

Nicolas Beauvy .... Joey Ballard

Tim Donnelly .... Detective Jamison

Aneta Corsaut .... Jo Ann Ballard

Faith McSwain .... Mrs. Andrews

Marciee Drake .... Debbie

Evelyn Guerrero .... Maria

Victoria Perry .... Woman in Apartment

Robert Bartlett .... Man in Apartment

Betty Cole .... Middle Aged Woman

John Hawker .... Middle Aged Man

Don Diamond .... Sgt. Cameron

Alisa Powell .... Girlfriend

Alternativtitel:

Bohrmaschinenkiller, Der (West Germany) [de]

Killer mit der Bohrmaschine, Der (West Germany) [de]

Squartatore di Los Angeles, Lo (Italy) [it]


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