Ich weiß nicht mehr ganz genau wieso, aber ich habe mich nun
mal bereit erklärt mit Kämper zum Silbermondkonzert zu fahren. Also
versammelten sich am Sonntag Kämper, Tilde, Geeky, Mark, Grause und meine
Wenigkeit um nach Köln zu fahren. Nach einem kurzen Aufenthalt in Schwerte, den
wir zum Essen nutzen konnten und bei dem wir feststellten, dass nicht nur der
Bahnhof in Schwerte schäbig ist (alle Schwerter, die sich jetzt auf den Schlips
getreten fühlen, beschweren sich bitte bei mir). Als wir in Köln angekommen
waren führte unser Weg uns natürlich als erstes zu Mc Donalds. Nachdem wir dort
neue Kräfte getankt hatten machten wir einen kleinen Spaziergang durch
die Stadt und fuhren dann mit der U Bahn in
Richtung Live Music Hall. Die Tickets kauften wir zwar wie immer umsonst, aber
wir wollten ja nicht irgendwie kriminell werden. Die Halle welche sich im
tiefsten Kölner Ghetto befand war auch ohne größere Schwierigkeiten schnell zu
finden. Dort hatten sich schon die ersten „harten“ Silbermondfans versammelt,
die wohl nichts Besseres zu tun hatten, als bei Temperaturen um den
Gefrierpunkt auf den Einlass zu warten. Das war mir jedoch zu doof, weshalb ich
mich mit einem Teil von uns auf den Weg zum nächsten Mc Donalds machte. Als wir
wieder an der Halle waren, zeigte es sich, dass es sehr schlau gewesen war
Kämper und Grause vor der Halle zu positionieren, da die Schlange hinter ihnen
tatsächlich noch gewaschen war. Interessanterweise stellte sich, als
endlich Einlass war heraus, dass wir, die wir
gelbe Viva Eintrittskarten
hatten aus
unerklärlichen Gründen durch einen Extra (V.I.P.) Eingang auf Gelände durften.
Meine Idee sich gar nicht erst anzustellen, wäre also wie immer die bessere
gewesen. In der Halle schaffte ich es noch vor dem ganzen Pöpel meine Jacke zu
Garderobe zu bringen. Irritiert hat mich nur, dass hinter Der Garderobe nur
eine Person stand. Auf jeder Stufenfete stehen da mindestens drei Leute und
hier herrschte innerhalb kürzester Zeit größter Andrang. Naja, egal! Wir
sicherten uns auf jeden Fall einen Platz ziemlich vor der Bühne und warteten
darauf das Konzert endlich anfinge. Nach der mehr oder weniger guten Vorband
P-lot, mussten wir und wegen dem Umbau auf der Bühne noch ein wenig gedulden. Als
dann endlich die Band auf die Bühne kam, fühlte ich mich tendenziell ein
bisschen verarscht. Die Sängerin begann das Konzert nämlich nicht auf der
Bühne, sondern im Rücken der Zuschauer bei den Mischpulten. Dieses hatte auch
was gutes. Man sah nun nämlich die Mädels (alle mindestens eine Kopf kleiner
und 2 Jahre jünger als wir) mal von vorne. Aber als Stefanie dann endlich die
Bühne erreicht hatte, ging das Konzert auch richtig los. Einer der Höhepunkte
des Konzertes war es jedoch, als Stefanie das Publikum befragte, welches Lied,
das nicht von Silbermond sei, sie als nächstes spielen sollten. Das Publikum
entschied sich gegen meinen Vorschlag (Sidos mein Block) für Denkmal von Wir
sind Helden. Weitere Höhepunkte waren das Mädchen in der ersten Reihe, das
hyperventiliert hat und der Bericht eines männlichen Bandmitglieds über seine
Erlebnisse im Freudenhaus
Pascha. An dieser Stelle muss ich ihn jedoch
korrigieren: Der Sauelandstern und nicht das
Pascha ist der größte Puff
Europas. Was mich persönlich ein wenig irritiert hat war, dass niemand auf dem
Konzert das Bedürfnis hatte zu pogen.
Das
mag an der Musik oder am Alterdurchschnitt gelegen habe; man weiß es nicht. Nach
dem Konzert gab die Band, nachdem sich die Halle etwas geleert hatte, Autogramm
an ihre Fans. Zudem machten wir mit ihnen klar, dass man sich noch im
Pascha sähe. Die harten Musiker der Band machten eh den Eindruck auf mich, als seien
sie eigentlich harte Rock’N’Roller die lieber in einer Metallband spielen
würden. Zuerst gingen wir aber noch übers Underground in die City. Dort besorgten
wir bei Burger King eine Krone für Kämper. Eben jener hatte nämlich am Montag
Geburtstag. Und so brachten wir ihm standesgemäß mitten Köln ein kleines
Ständchen, welches natürlich hungrig machte, weshalb es nachher nach Mc Donalds
ging. Dort schmiss man uns jedoch gegen halb Zwei raus. Aber das konnte uns
nicht weiter erschüttern, da das Mc Donalds im Bahnhof bis Drei geöffnet hat.
Die Letzte halb Stunde bis unser Zug fuhr verbrachten wir mit sinnlosen
rumlaufen durchs Bahnhofgebäude. Sogar das zweimalige umsteigen auf dem Weg
nach Meschede machte uns trotz Übermüdung keinerlei Probleme und ich für meinen Teil war sogar noch halbwegs pünktlich in der Schule um noch meinen 9 Stunden Schultag zu überstehen.
Am Ende wären noch ein paar Sachen zu erwähnen:
- Kämper
hat andauernd irgendwelche total schwulen Sachen gesagt, die man in einer
Stadt wie Köln am besten nicht sagen sollte
- Ich
und Kämper haben unsere gemeinsame Vergangenheit enddeckt
- Das
Pascha ist besser als sein Ruf
- Wenn
man in Köln übernachten muss, sollte man sofort zum Bahnhofs Mc Donalds
gehen
- Ich
war am Montag noch neun Stunden in der Schule im Gegensatz zu den anderen
Weicheiern, die entweder gar nicht erst gekommen, oder zumindest vor Sport
abgehauen sind
- Kämper
und ich fahren als nächstes zu einem Aggro Berlin, Bushido oder Sammy
Deluxe Konzert
update 5.11.2005: Ich hab die Überschrift mal nen bißchen gepimpt^^