PLANLOS-blog

Filmblog, Medienblog und der ganz normale Wahnsinn

Silbermond live in Köln oder Erlebnisse im Freudenhaus

tth | 25 Januar, 2005 16:34

Ich weiß nicht mehr ganz genau wieso, aber ich habe mich nun mal bereit erklärt mit Kämper zum Silbermondkonzert zu fahren. Also versammelten sich am Sonntag Kämper, Tilde, Geeky, Mark, Grause und meine Wenigkeit um nach Köln zu fahren. Nach einem kurzen Aufenthalt in Schwerte, den wir zum Essen nutzen konnten und bei dem wir feststellten, dass nicht nur der Bahnhof in Schwerte schäbig ist (alle Schwerter, die sich jetzt auf den Schlips getreten fühlen, beschweren sich bitte bei mir). Als wir in Köln angekommen waren führte unser Weg uns natürlich als erstes zu Mc Donalds. Nachdem wir dort neue Kräfte getankt hatten machten wir einen kleinen Spaziergang durch die Stadt und fuhren dann mit der U Bahn in Richtung Live Music Hall. Die Tickets kauften wir zwar wie immer umsonst, aber wir wollten ja nicht irgendwie kriminell werden. Die Halle welche sich im tiefsten Kölner Ghetto befand war auch ohne größere Schwierigkeiten schnell zu finden. Dort hatten sich schon die ersten „harten“ Silbermondfans versammelt, die wohl nichts Besseres zu tun hatten, als bei Temperaturen um den Gefrierpunkt auf den Einlass zu warten. Das war mir jedoch zu doof, weshalb ich mich mit einem Teil von uns auf den Weg zum nächsten Mc Donalds machte. Als wir wieder an der Halle waren, zeigte es sich, dass es sehr schlau gewesen war Kämper und Grause vor der Halle zu positionieren, da die Schlange hinter ihnen tatsächlich noch gewaschen war. Interessanterweise stellte sich, als endlich Einlass war heraus, dass wir, die wir gelbe Viva Eintrittskarten hatten aus unerklärlichen Gründen durch einen Extra (V.I.P.) Eingang auf Gelände durften. Meine Idee sich gar nicht erst anzustellen, wäre also wie immer die bessere gewesen. In der Halle schaffte ich es noch vor dem ganzen Pöpel meine Jacke zu Garderobe zu bringen. Irritiert hat mich nur, dass hinter Der Garderobe nur eine Person stand. Auf jeder Stufenfete stehen da mindestens drei Leute und hier herrschte innerhalb kürzester Zeit größter Andrang. Naja, egal! Wir sicherten uns auf jeden Fall einen Platz ziemlich vor der Bühne und warteten darauf das Konzert endlich anfinge. Nach der mehr oder weniger guten Vorband P-lot, mussten wir und wegen dem Umbau auf der Bühne noch ein wenig gedulden. Als dann endlich die Band auf die Bühne kam, fühlte ich mich tendenziell ein bisschen verarscht. Die Sängerin begann das Konzert nämlich nicht auf der Bühne, sondern im Rücken der Zuschauer bei den Mischpulten. Dieses hatte auch was gutes. Man sah nun nämlich die Mädels (alle mindestens eine Kopf kleiner und 2 Jahre jünger als wir) mal von vorne. Aber als Stefanie dann endlich die Bühne erreicht hatte, ging das Konzert auch richtig los. Einer der Höhepunkte des Konzertes war es jedoch, als Stefanie das Publikum befragte, welches Lied, das nicht von Silbermond sei, sie als nächstes spielen sollten. Das Publikum entschied sich gegen meinen Vorschlag (Sidos mein Block) für Denkmal von Wir sind Helden. Weitere Höhepunkte waren das Mädchen in der ersten Reihe, das hyperventiliert hat und der Bericht eines männlichen Bandmitglieds über seine Erlebnisse im Freudenhaus Pascha. An dieser Stelle muss ich ihn jedoch korrigieren: Der Sauelandstern und nicht das Pascha ist der größte Puff Europas. Was mich persönlich ein wenig irritiert hat war, dass niemand auf dem Konzert das Bedürfnis hatte zu pogen. Das mag an der Musik oder am Alterdurchschnitt gelegen habe; man weiß es nicht. Nach dem Konzert gab die Band, nachdem sich die Halle etwas geleert hatte, Autogramm an ihre Fans. Zudem machten wir mit ihnen klar, dass man sich noch im Pascha sähe. Die harten Musiker der Band machten eh den Eindruck auf mich, als seien sie eigentlich harte Rock’N’Roller die lieber in einer Metallband spielen würden. Zuerst gingen wir aber noch übers Underground in die City. Dort besorgten wir bei Burger King eine Krone für Kämper. Eben jener hatte nämlich am Montag Geburtstag. Und so brachten wir ihm standesgemäß mitten Köln ein kleines Ständchen, welches natürlich hungrig machte, weshalb es nachher nach Mc Donalds ging. Dort schmiss man uns jedoch gegen halb Zwei raus. Aber das konnte uns nicht weiter erschüttern, da das Mc Donalds im Bahnhof bis Drei geöffnet hat. Die Letzte halb Stunde bis unser Zug fuhr verbrachten wir mit sinnlosen rumlaufen durchs Bahnhofgebäude. Sogar das zweimalige umsteigen auf dem Weg nach Meschede machte uns trotz Übermüdung keinerlei Probleme und ich für meinen Teil war sogar noch halbwegs pünktlich in der Schule um noch meinen 9 Stunden Schultag zu überstehen.

Am Ende wären noch ein paar Sachen zu erwähnen:

  1. Kämper hat andauernd irgendwelche total schwulen Sachen gesagt, die man in einer Stadt wie Köln am besten nicht sagen sollte
  2. Ich und Kämper haben unsere gemeinsame Vergangenheit enddeckt
  3. Das Pascha ist besser als sein Ruf
  4. Wenn man in Köln übernachten muss, sollte man sofort zum Bahnhofs Mc Donalds gehen
  5. Ich war am Montag noch neun Stunden in der Schule im Gegensatz zu den anderen Weicheiern, die entweder gar nicht erst gekommen, oder zumindest vor Sport abgehauen sind
  6. Kämper und ich fahren als nächstes zu einem Aggro Berlin, Bushido oder Sammy Deluxe Konzert
update 5.11.2005: Ich hab die Überschrift mal nen bißchen gepimpt^^

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