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Wolf Creek (2005)

tth | 05 August, 2006 08:42

Die zwei britische Touristinnen Liz und Kristy machen sich zusammen mit australischen Sunnyboy Ben auf eine Tour quer durch Australien zu machen und dabei den Meteoritenkrater Wolf Creek zu bestaunen. Die Tour durch die Einöde verläuft anfangs ganz gut und die drei genießen die atemberaubende Natur, so gut es geht. Erst irgendwo im Outback bekommen sie dann aber Ärger mit ein Hinterwäldlern, die ihnen in einer Bar einen kleinen Gang Bang vorschlagen, aber ihrerseits keine Spaß verstehen. Jedoch erreichen sie den Krater wohlbehalten. Doch von dort weg kommen sie nicht, da ihr Auto dort nicht mehr anspringt. Durch einen (mehr oder weniger glücklichen) Zufall taucht dort plötzlich der Crocodile Dundee Verschnitt aus der Bar auf und bietet seine Hilfe an. Er schleppt sie zu einer alten Mine ab, wo die vier sich anscheinend einen schönen aber doch unheimlichen Abend machen. Auf diesen folgt das Böse Erwachen. Liz wacht gefesselt auf wird Zeuge wie Kristy von dem Mann gefoltert und gequält wird. Es beginnt ein brutaler, sadistischer Höllentrip.

Es kommen ja immer mal wieder schöne Filmchen aus Australien. Filme wie Undead oder Lost Things waren zwar keine Meilensteine, aber irgendwie schön australisch anders und deswegen alleine schon eine willkommen Abwechselung. Ähnlich verhält es sich mit Wolf Creek. Der Beginn des Films ist wenig spektakulär und es gelinkt nicht wirklich die Figuren der drei todgeweihten Touristen richtig zu zeichnen. Und das ewige durch die Pampa fahren ist auch nicht so spannend. Teilweise hat man das Gefühl die Filmemacher wollten eine Art Blair Witch Atmosphäre erzeugen, was die starke Fokussierung auf die Gruppe in der Einöde genau wie das mehr als Lästige Kamera Gewackel erklären würde. Richtig spaßig wird der Film dann erst, mit dem Auftauchen des hilfsbereiten Aussies, der sich als perverser Folterknecht entpuppt. Hier stört die verwackelte Kamera dann auch nicht mehr so stark, da die brutale Gewalt so eine Spur mehr Authenzität bekommt. Was hier meiner Meinung nach richtig stört, ist dass Liz zwar auf den Mann schießt und auch versucht ihn endgültig zu töten, aber als das nicht so recht klappt einfach seien lässt und sich so quasi ihr eigenes Todesurteil unterschreibt. Zurück zur Gewalt! Es wird zwar nicht im Großen Still gesplattert, aber das was gezeigt wird ist vollkommen humorlos realistisch inszeniert, so dass trotzdem eine große Wirkung erzielt wird. Der einzige richtig geile Gag ist das Crocodile Dundee Zitat mit dem Messer. Die Story an sich ist nicht gerade neu und man weiß natürlich das Texas Chainsaw Massacre und The Hills have Eyes hier Pate standen, aber mit diesen kann der Film nicht mithalten. Dazu ist Geschichte zu schwach. Insbesondere wirkt es komisch, dass Ben zwischenzeitlich völlig von der Bildfläche verschwindet, nur um am Ende gekreuzigt in der Mine aufzuwachen und noch schnell zu fliehen. Was man dem Film auch ansieht ist, dass die Crew Probleme mit dem Wetter hatte. Denn einige Szenen sind für Australien untypisch verregnet, was dafür sorgt dass die Atmosphäre in manchen Szenen eine ganz andere ist und dass Wetter teilweise von Szene zu Szene wechselt. Wolf Creek bleibt einem als kleiner schmutziger Horrorstreifen im Gedächtnis, der nicht recht überzeugen mag, aber dessen Gewaltdarstellung Freunden solchem Gemetzels Spaß machen dürfte.

Regie und Buch: Greg McLean

Darsteller:

John Jarratt .... Mick Taylor

Cassandra Magrath .... Liz Hunter

Kestie Morassi .... Kristy Earl

Nathan Phillips .... Ben Mitchell

Gordon Poole .... Old Man

Guy O'Donnell .... Car Salesman

Phil Stevenson .... Mechanic

Geoff Revell .... Petrol Attendant

Andy McPhee .... Bazza

Aaron Sterns .... Bazza's Mate

Michael Moody .... Bazza's Old Mate

Andrew Reimer .... Flashback Dad

Vicki Reimer .... Flashback Mom

Isabella Reimer .... Flashback Girl

David Rock .... Irish Backpacker


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