Filmblog, Medienblog und der ganz normale Wahnsinn
tth | 05 August, 2006 08:42
Es kommen ja immer mal wieder schöne Filmchen aus
Australien. Filme wie Undead oder Lost Things waren zwar keine Meilensteine,
aber irgendwie schön australisch anders und deswegen alleine schon eine willkommen
Abwechselung. Ähnlich verhält es sich mit Wolf Creek. Der Beginn des Films ist
wenig spektakulär und es gelinkt nicht wirklich die Figuren der drei
todgeweihten Touristen richtig zu zeichnen. Und das ewige durch die Pampa
fahren ist auch nicht so spannend.
Teilweise hat man das Gefühl die Filmemacher wollten eine Art Blair
Witch Atmosphäre erzeugen, was die starke Fokussierung auf die Gruppe in der
Einöde genau wie das mehr als Lästige Kamera Gewackel erklären würde. Richtig
spaßig wird der Film dann erst, mit dem Auftauchen des hilfsbereiten Aussies,
der sich als perverser Folterknecht entpuppt. Hier stört die verwackelte Kamera
dann auch nicht mehr so stark, da die brutale Gewalt so eine Spur mehr Authenzität
bekommt. Was hier meiner Meinung nach richtig stört, ist dass Liz zwar auf den
Mann schießt und auch versucht ihn endgültig zu töten, aber als das nicht so
recht klappt einfach seien lässt und sich so quasi ihr eigenes Todesurteil
unterschreibt. Zurück zur Gewalt! Es wird zwar nicht im Großen Still
gesplattert, aber das was gezeigt wird ist vollkommen humorlos realistisch
inszeniert, so dass trotzdem eine große Wirkung erzielt wird. Der einzige
richtig geile Gag ist das Crocodile Dundee Zitat mit dem Messer. Die Story an
sich ist nicht gerade neu und man weiß natürlich das Texas Chainsaw Massacre
und The Hills have Eyes hier Pate standen, aber mit diesen kann der Film nicht
mithalten. Dazu ist Geschichte zu schwach. Insbesondere wirkt es komisch, dass
Ben zwischenzeitlich völlig von der Bildfläche verschwindet, nur um am Ende
gekreuzigt in der Mine aufzuwachen und noch schnell zu fliehen. Was man dem
Film auch ansieht ist, dass die Crew Probleme mit dem Wetter hatte. Denn einige
Szenen sind für Australien untypisch verregnet, was dafür sorgt dass die Atmosphäre
in manchen Szenen eine ganz andere ist und dass Wetter teilweise von Szene zu
Szene wechselt. Wolf Creek bleibt einem als kleiner schmutziger Horrorstreifen
im Gedächtnis, der nicht recht überzeugen mag, aber dessen Gewaltdarstellung
Freunden solchem Gemetzels Spaß machen dürfte.
Darsteller:
John Jarratt .... Mick Taylor
Cassandra Magrath .... Liz
Hunter
Kestie Morassi .... Kristy
Earl
Nathan Phillips .... Ben
Mitchell
Gordon Poole .... Old Man
Guy O'Donnell .... Car Salesman
Phil Stevenson .... Mechanic
Geoff Revell .... Petrol
Attendant
Andy McPhee .... Bazza
Aaron Sterns .... Bazza's Mate
Michael Moody .... Bazza's
Old Mate
Andrew Reimer .... Flashback
Dad
Vicki Reimer .... Flashback Mom
Isabella Reimer .... Flashback Girl
David Rock .... Irish
Backpacker
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