Filmblog, Medienblog und der ganz normale Wahnsinn
tth | 30 Mai, 2006 17:32
Horrorgeschichten am Lagerfeuer gehören zu einem Ferienlager genau so wie es normal ist, dass sich die Mädchen nachts zu den Jungs rüber schleichen. Campbetreuerin Angela sieht das ein wenig anders, als sie einen ihrer Schützlinge beim Erzählen der Geschichte über das Mädchen erwischt, dass vor Jahren ein halbes Camp niedermetzelte und eigentlich ein Junge war. Als Strafe dafür wird sie sogleich von Angela niedergeschlagen, was dass herausschneiden ihrer Zunge für sie wesentlich einfacher macht. Wenig begeistert ist sie auch darüber, dass ein Mädchen in ihrer Baracke pflegt nackt zu schlafen. Aber dass sie die anderen Mädchen mit ihren beeindruckenden Brüsten beeindruckt wird von Angela noch nicht mit dem Tode bestraft und so muss sie ihre Brüste nur bedecken, wobei auch die andere Mädchen Spaß daran zu haben scheinen ihre Titten einfach mal zu entblößen. Sehr zur Freude der Jungs die dass ganze von draußen fotografieren. Nach dem Morgenappell bei dem Angela zur Betreuerin der Woche gekürt und den Happy Camper Song zum Besten geben darf entdeckt Angela im Wald die beiden blonden Zwillinge ihrer Gruppe beim kiffen, saufen und rummachen. Da Angelas Motto ist „Say No to Drugs werden die beiden mit Benzin übergossen und angezündet. Nach einem „Überfall“ der Jungen auf die Mädchenbaracke (mit dem Ziel Unterwäsche zu erbeuten) wird das nächste Mädchen nach Hause geschickt, da es wieder den Drang hatte ihr T-Shirt vor Angela nach oben zu reißen um ihre Brüste zu präsentieren („what are you looking for? A gun?“ „No, A drill!“). Wie verdorben ihr Camp ist, muss die schockierte Angela feststellen, als sie die beiden kleinen Jungs erwischt, die Photos von den nackten Mädchen machen, wenn diese auf dem Weg zu duschen sind. Zudem ist sie in erhöhter Alarmbereitschaft, weil ein paar andere Jungs den Mädchen diese Nacht mal einen richtigen Schreck einjagen wollten. Und wirklich. Sie verkleiden sich alls Jason Vorhees und Freddy Krüger und machen sich auf zu den Mädchen. Dort kommen sie aber nie an, da Angela „Freddy“ zuerst mit seinem eigenen Klauenhandschuh aufschlitzt und danach mit dessen abgetrennten Gesicht als „Letherface“ Maske „Jason“ mit der Kettensäge abschlachtet. Da Angela ihre Augen aber nicht überall haben kann, treiben es gerade ein paar Teenager bei Rockmusik und Bier auf der Toilette. Da aus dem Sex aber nichts wird, da Angela zu früh auftaucht, wird der Sex im Wald am nächsten Tag nachgeholt. Zeit ihre Sexualität so richtig auszuleben bekommt das Mädel von Angela aber nicht. Vorher ersticht sie sie und steckt sie in ein Plumpsklo (irgendwie ekelig). Ein paar Morde später als man schließlich anfängt Angela auf die Schliche zu kommen, da alle Kids, die sie nach Hause geschickt hat nie dort angekommen sind entdecken schließlich auch ein paar Campteilnehmer die Hütte in der Angela alle ihrer Opfer versteckt hat.
Der erste Teil von Sleepaway Camp wurde ja zu Unrecht als Abklatsch von Freitag der 13. gesehen. Hier beim zweiten Teil trifft das schon eher zu. Alle Freitag der 13. Komponenten sind vertreten, aber der Film ist dennoch besser als meisten Fortsetzungen der Jason Vorhees Endlosschleife. Spannung wer der Killer nun sei, kommt zwar nicht auf, da von Anfang an fest steht, dass Angela hier für Zucht und Ordnung sorgt, aber dass ist ja beim zweiten Teil eines Slasher ja im allgemeinen auch normal. Dafür darf man sich über viel Teenager Sex und Brüste freuen und eine ordentliche Portion Genre Satire. Absolut kultig ist da vor allem die Szene in der 15 Jahre vor Freddy VS. Jason die beiden Horrorkiller erstmals aufeinander treffen und es sogar mit Letherface zu tun bekommen. Was ebenfalls Genrefans freuen dürfte ist Angelas Mordmotivation. Sie tötet konsequent jeden der etwas mit Sex, Alkohol, Drogen, Ungehorsam oder Aufmüpfigkeit zu tun hat. Dieser puritanische Richterrum ist zwar auch Bestandteil des ganzen Slasher Genres, wird aber hier mehr als extrem auf den letzten Nenner gebracht. Wirklich blutig sind die Morde (leider) nicht. Beim ersten Mord hat man sogar so an Blut gespart, dass nachdem die Zunge abgeschnitten wurde kein Blut aus dem Mund kommt. Ein ähnlicher Fehler ist, dass ein Gehängter plötzlich blinzelt. Eine geballte Ladung Gore gibt es erst am Ende, wenn alle Leichen zusammen in der Hütte entdeckt werden, ein weiter Camper geköpft wird und auch noch die letzten Campleiter ins Jenseits befördert wurden. Sleepaway Camp 2 ist bestimmt kein Meilenstein des Horror, aber er gibt sich wenigstens die Mühe sich nicht einfach nur auf die Medienwirksamkeit seines Killers zu verlassen sondern bietet solide Unterhaltung, die vor allem Horrorfans wirklich schmecken dürfte, und wie gesagt viele Filme der Friday the 13th um Längen schlägt.
Michael A. Simpson
Darsteller:
Pamela
Springsteen .... Angela Baker
Renée
Estevez .... Molly
Tony
Higgins .... Sean (as Anthony Higgins)
Valerie
Hartman .... Ally
Brian
Patrick Clarke .... T.C.
Walter
Gotell .... Uncle John
Susan Marie
Snyder .... Mare
Terry Hobbs .... Rob
Kendall
Bean .... Demi
Julie
Murphy .... Lea
Carol
Chambers .... Brooke
Amy Fields .... Jodi
Benji Wilhoite .... Anthony
Walter Franks III .... Judd
Justin Nowell .... Charlie
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