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Street of a Thousand Pleasures -aka- Arab Slave Market (1970)

tth | 05 Mai, 2006 18:30

Street of a Thousand Pleasures -aka- Arab Slave Market (1970)

Schon der Vorspann von Street of a Thousand Pleasures überzeugt durch Kreativität. Die nackten Frauen die wahlweise vor schwarzem Hintergrund angegrapscht werden oder in einem Beduinenzelt nackt tanzen machen es zwar schwer sich auf opening credits zu konzentrieren, aber wer will das schon. Nachdem man so einen ungefähren gewinnen konnte, was einen noch zu erwarten hat. Hört man aus dem Off die Stimme eine nörgelnden Ehefrau die ihren Mann John zutextet, der sich gerade aufmacht eine Reise zu machen. Seien Reise führt in die arabische Welt wo er gleich von seinem Auftraggeber einem Scheich ins kleine Privatflugzeug gepackt wird und mit irgendwo hin fliegt. Dort angekommen taucht auf einmal ein vermummter Terrorist auf und will den Scheich abstechen. Dieses kann John in einer fulminanten Actioneinlage verhindern. Aus Dank nimmt der Scheich John mit auf den Sklavenmarkt.

Aber hier (wir befinden uns in der 8. Minute) wird der Film, ich formuliere es mal so, „sehr speziell“. Denn bis kurz vor Ende des Films, wird abwechselnd alles aus Johns First Person Perspektive gezeigt. Unterbrochen nur von eine paar Totalaufnahmen auf sein Gesicht. Die Szenen in denen man quasi durch sein Augen sieht bestehen ausschließlich aus nackten Frauen. Den auf dem arabischen Frauenbasar gibt es hunderte nackte Frauen (laut imdb 71) die zwar alle nicht arabisch sind, sondern größten Teils Weiße die zum Verkauf angeboten werden. John grabscht sie immer wieder an, küsst ihre Brüste (bedeutet: die Kamera geht so nah an die Brüste ran bis das Bild schwarz wird.) und sagt ungefähr eine Millionen mal das Wort „beautiful“. Lustigerweise ist John aber niemals im Bild mit den nackten Schönheiten. Ich frag mich echt wie dieser Film entstanden ist, bzw. woraus er zusammen geschnitten ist. Später dann, nachdem man unzählige Titten und Ärsche gesehen hat, landet John mit einer der Sklavinnen auf dem Boden eines Zeltes und ist dabei immer noch von nackt tanzenden Frauen umgeben. In dieser Szene merkt man noch mal extrem, dass man es mit unterschiedlichem Filmmaterial zu tun hat. Aber: Who cares? Während er es dann endlich mit der Kleine treibt, hat auch der Scheich ein kleines Stelldichein mit einem der Mädchen, wobei er es schafft dabei völlig bekleidet zu bleiben. Später betätigen sich der Scheich und John noch ein bisschen als Spanner und gucken anderen beim Sex anderer und Gruppensex zu und finden auch ein paar nackte Frauen die in einem kleinen Käfig eingesperrt sind. Zum großen Finale tauch eine schwarze Tänzerin auf, die erst eine Art Bauchtanz aufführt und dann mit John in die Kiste steigt. Während der es aber mit der schwarzen Sklavin treibt wird der Scheich, ebenfalls beim Akt, von dem fiesen Attentäter heimtückisch erdolcht (na ja es gibt schlimmer Tode). John nimmt das Mädel in dem der (abermals komplett bekleidete) Scheich gerade war mit und versucht den fliehenden Mörder zu stellen. Diese gelinkt ihm auch, er erschießt ihn und nimmt die Sklavin mit nach Amerika, wo sie weiterhin die Sklavin ihres Meisters seien will. Das macht John das Leben mit seiner nervigen Ehefrau doch viel angenehmer.

Mal im ernst. Es kann doch nicht so schwer sein, einen halbwegs unterhaltsamen Film mit 71 nackten Frauen zu machen? Aber hier stehen, sitzen und liegen sie einfach nur nackt in der Gegend rum. Da werden selbst im Supermarkt (und das sollen die Frauen hier ja anscheinend darstellen) ansprechender präsentiert. Lediglich das bisschen Story, die wenigen Sexszenen z.B. Uschi Digert sorgen für ei wenig Unterhaltung. Aber wenn man sich die Szene auf dem Sklavenmarkt genau ansieht und die Egoperspektive in denen sie gedreht sind, kann man erkennen, dass der diese Szene wohl Teil eines alten 3d Großleinwandfilms sind. So wären sie auch bestimmt interessanter. Bedenkt man dies kann man die Szenen irgendwie nicht mehr so ganz negativ beurteilen und dann versagen die Szenen mit John um so mehr. Wer echte Wüstenaction sehen will, sollte sich da lieber Ilsa Haremkeeper of the Oilsheiks ansehen, als sich mit dieses zusammen geschnippelte Machwerk anzusehen. Auch wenn die Egoszenen ohne Johns nervige Kommentare, mit ein wenig mehr Action und auf der dafür vorgesehen Leinwand bestimmt besser wären.


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