Filmblog, Medienblog und der ganz normale Wahnsinn
tth | 13 Dezember, 2005 17:42
Die Klosterschülerin Gwendoline (Tawny Kitaen) hat sich zusammen mit ihrer Zoffe Beth (Zabou) im Laderaum eines Frachters nach China eingeschifft um dort ihren Vater zu suchen. Dieser war auf der Suche nach einem seltenem Schmetterling und gilt nun als verschollen. Nach einigen Problemen mit der chinesischen Unterwelt heuert Gwendoline den Draufgänger und Abenteurer Willard (Brent Huff) an um such mit ihm auf die Suche nach Gwendolines Vater und dem seltenen Schmetterling zu machen. Die Reise in das Land Yik Yak gestalter sich für Willard und die beiden hysterischen Weiber jedoch als nicht ganz einfach und wird erst dann interessant, als sich die beiden Frauen ausziehen müssen, um mit ihren Kleidern Wasser zu sammeln. Oben ohne scheint es auch gleich ein bisschen zwischen Gwendoline und dem Raubein Willard zu knistern. Kurz darauf geht die Gruppe dann, den wilden Kiobs in die Falle und soll einem magischen Wüstensturm geopfert werden. In der Nacht vor der Opferung kommt es zwischen Gwendoline und Willard noch zu Akustik Sex. Der Wüstensturm dem sie alle eigentlich geopfert werden sollten erweißt sich später als wenig tödlich und sie finden den lang gesuchten Schmetterling in einer Felsspalte. Diese Felsspalte ist jedoch auch der Eingang zu einem unterirdischen Königreich in dem es nur Frauen gibt. Es wird regiert von einer Sado Maso lüsternen Königen (Bernadette Lafont) die in ihrem Utopie Staat über ihre meist barbusigen oder ihn Sado Maso Unformen steckenden Untertanen herrscht. Männer werden nur zur Fortpflanzung gebraucht und nach dem Koitus getötet. Schlecht für Willard. Er soll nämlich einer der Sado Maso Schwestern ein Kind zeugen. Gwendoline versucht ihn zu retten.
Regisseur Just Jaeckin war seiner Zeit auf den
anspruchsvollen Erotikfilm (Emmanuelle, Die Geschichte der O) spezialisiert und
versucht sich hier an einem erotischen Abenteuerfilm. Leider ist der Film die
komplette erste Stunde recht langweilig und meistens auch nicht sonderlich
erotisch. Zu Beginn gibt es einer paar mal ein paar nackte Huren oder
Tänzerinnen zusehen, aber sonst wurde wohl versucht sich auf die Story zu
konzentrieren, was - mit Verlaub - nicht so ganz funktioniert. Ihre
(halb)nackten Körper dürfen die beiden Heldinnen erst in der Szene im Regen
zeigen ;-(. Die Langeweile hat aber ein Ende wenn das Königreich der Frauen
erreicht wird. Hier kann man sich über die ausgefallenen Kostüme freuen, an
denen jeder Sado Maso und Bondage Freund seine helle Freude hätte. Hier sieht
man ganz klar, dass Gwendoline eine Comic Adaption ist. Tiefgang oder gar ein
feministischen Statement sucht man aber (Gott sei dank) vergebens. Vielmehr
dümpelt die Story so vor sich hin und lässt viel Platz für sie prügelnde und
auf Blut bekämpfende SM Bräute, nackte Haut und ein grandioses Wagenrennen das
Ben Hur alt aussehen lässt. Den Film muss man nicht gesehen haben, aber wer in
Nachts beim durch zappen mal findet, sollte sich auf jeden Fall den Teil
angucken der im Sado Maso Reich spielt. Denn dieser hat doch schon einen
gewiesen Kultfaktor.
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