Filmblog, Medienblog und der ganz normale Wahnsinn
tth | 08 Dezember, 2005 14:31
Im ersten Augenblick denkt man bei einem Crossover Film wie Freddy VS. Jason wohl daran, dass den Produzenten von Nightmare on Elm Street und Freitag der 13. einfach nichts neues mehr eingefallen ist und sie aus lauter Profitgier beide Reihen fusioniert haben. Dem ist aber nicht so! Vielmehr musst nach Freddys Tod in Nightmare 6 und seinem Ausflug in die reale Realität in New Nightmare etwas anderes kommen. Zumal Freddy ja bereits einen Gastauftritt am Ende von Freitag der 13. Teil 9 hatte und Jason nach seinem Zukunftsabenteuer in Jason X auch dringend eine neue Idee brauchte. Der Film selbst übertrifft dabei wirkliche meine Erwartungen. Er spannend und wirklich verdammt Blutig und brutal. Das waren bei Leibe nicht alle Vorgängerfilme. Die Story ist zu Beginn sehr Freddy fixiert und man darf sogar Robert Englund ohne Freddy Make-up als noch lebender Kindermörder Freddy Krueger bewundern. Freddys Auftritte sind wie immer extrem gut geraten und lassen eine echt schaudern. So schneidet er Nasen ab, lässt ganze Badewannen voll Blut laufen, brennt Mark eine Botschaft auf den Rücken und setzt seine Klingenhand auch sonst perfekt ein. Ein Freitag der 13. Film wird der Film (wenn man vom Auftritt Jasons Mutter zu Beginn absieht) erst wenn Camp Crystal Lake erreicht wird. Jedoch ist dieses quasi die Lösung des Problems, welches Freitag der 13. immer hatte. Denn so muss Jason nicht herhalten um die immer gleiche Story zu erzählen und kann lieber zu Beginn an den richtigen Stellen auftauchen und metzeln. Jason selbst wird diesmal nicht von Kane Hodder gespielt, da dieser dem Regisseur zu klein war. Jason ist wirklich um einiges größer als früher, aber wirkt auf seltsame Weise auch menschlicher und scheint nicht mehr die plumpe Killermaschine zu sein die er sonst war. Besonders aufwertend kommt hinzu, dass dem Freitag der 13. Kosmos zum ersten mal seit langen ein neues Aspekt hinzugefügt wurde. So sieht man in Jasons Traum zum einen, dass er eine gewisse Angst vor Wasser hat (wurde zwar sonst immer ignoriert, macht aber Sinn) und man sieht, dass er als kleines Kind im Camp Crystal Lake von den anderen Kindern gehänselt wurde. Zudem wird Jason endlich mal nicht total unter wert verkauft. Als er brennend die Party im Konrfeld abschlachtet ist meiner Meinung der beste Auftritt, den er je hatte (Freddy sah in einer ähnlichen Szene in Nightmare 2 einfach nur lächerlich aus). Szenen die die Zuschauer amüsieren gibt es natürlich auch. So raucht z.B. Freddy als Made verwandelt eine Wasserpfeife mit dem Kiffer Typ. Recht lustig ist auch der Geek Lindermann, der am Ende eine grandiose Heldenszene hat, in der er versucht Jason mit der amerikanischen Flagge aufzuspießen. Destiny's Child Kelly Rowland macht als hohles Make-up Luder Kia eine ganz gute Figur auch wenn ihre Theorien über die Penise von Jaosn und Freddy irgendwie nicht so der Burner ist. Erotik ist diesmal bis auf das Nackt Baden am Anfang nicht so viel, auch wenn Hauptdarstellerin Monica Keena ordentlich Holz vor der Hütte hat^^. Die Gesetzte des Teeny Slasher werden natürlich auch eingehalten, wobei auch dass Motiv der ignoranten Eltern aus der Nightmare on Elm Street dem Film ein bisschen Tiefe verleiht. Denn diese versuchen Freddy einfach zu vergessen anstatt ihn zu bekämpfen oder sich sonst wie mit ihm auseinander zu setzten. Der Endkampf zwischen Freddy und Jason verdient wirklich mal den Namen Finale. Hier geht es actionreich zur Sache und die menschlichen „Opfer“ werden schön im Hintergrund gelassen, so dass man sich ganz auf die wahren Helden des Films konzentrieren kann. Dass es am Ende keinen wirklichen Sieger gibt überrascht dabei genau so wenig, wie das offene Ende.
Übrigens:
Bei den Drehbuchentwürfen für das Finale soll es eine Schlussszene gegeben haben, bei der ganz am Ende Pinhead auftaucht, was aber nicht realisiert werden konnte, da man die Rechte an Pinhead nicht besaß.
Ein anderes Ende sollte zeigen, wie Freddy und Jason bis in alle Ewigkeit in der Hölle gegeneinander weiter kämpften.
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