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Die nackten Superhexen vom Rio Amore - aka - Linda - aka - Captive Women - aka - Orgy of the Nymphomaniacs

tth | 24 November, 2005 14:21

Die Blonde Hotelangestellte Betsy Norman (Ursula Buchfellner) hat eine Affäre mit Ron dem Geliebten von Sheila (Raquel Evans), der Hotelchefin. Diese ist davon gar nicht so begeistert, was sie dazu verleitet Betsy dazu zu zwingen, in ihrem Bordel, dem Rio Amore als Hure für sie zu arbeiten. Dieses ist für sie gleich doppelt ärgerlich (Vorsicht Zynismus), da ihre 16 Jahre alte und frisch von den Nonnen ihrer Klosterschule entlassene Schwester Linda sie besuchen kommt. Linda ist aber selbstständig genug, sich gleich bei dem nächst besten jungen Mann und dessen Schwester (die übrigens theoretische Sexpertin ist, aber mit der Praxis noch wartet bis ihr Busen größer ist) ein. Der junge Mann stellt sich recht schnell als Lindas große Liebe heraus. Währenddessen versucht Ron Betsy aus den Fängen Sheilas zu befreien, die sie im Rio Amore für ihre sadistischen Shows missbraucht.

Jess Franco ist und bleibt einfach der König des Sexploitaion. Die nackten Superhexen vom Rio Amore ist, wie man schon am Titel merkt, ein klassischer Vertreter dieses Genres und wirklich nicht der schlechteste. Die Rahmenhandlung ist zwar nicht wirklich ein Geniestreich, aber erfüllt ihren Zweck, so dass Franco jede Menge nackte Haut und wilde Orgien zeigen kann. Spannend ist Geschichte zwar nicht, immerhin sie jedoch so gut gemacht, dass es nicht langweilig wird. Dass Hauptaugenmerk liegt natürlich auf den Frauenkörpern und wie Franco sie in Szene setzt. Und dass macht er hier fabelhaft. Seine Schauspielerinnen sind durch die Bank ein Blickfang. Raquel Evans ist als kaltherzige Bordellchefin unbestrittener schauspielerischer und erotisch Star des Films. Ursula Buchfellner dagegen, besticht eher durch ihren Körper als durch tiefgründiges Spiel. Von Katja Bienert als Linda hätte man gerne mehr gesehen, doch gibt es mit ihr nur eine lesbische Liebesszene im Kloster und eine Szene im Meer. Eine weitere Lesbenszene, zusammen mit der Schwester ihres neuen Freundes hätte doch drin seien müssen. Die Szenen die Katja Bienert hat, sind aber wirklich gut und neben der Orgie, bei der Raquel Evans in der Mitte liegt kleine Highlights des Films. Neben diesen Hauptdarstellerinnen, gibt es natürlich auch jede Menge andere nackte Frauen zu bewundern, die im Rio Amore quasi als Deko herumstehen oder irgendwie sexuell aktiv sind. Neben dem Auftritt der Schwester sogt übrigens das „champagne girl“ für ein paar Schmunzeler. Ein letztes Wort noch zur Gewalt im Film. Sie findet quasi nicht statt. Die Auspeitschung zu Beginn ist so lahm, dass es noch nicht mal Striemen zu sehen gibt und auch die folgende „routine rape“ ist total harmlos. Sonst gibt nur noch eine böse, böse, böse Folter mit Palmenblättern und eine in einem Glaskäfig unter Drogen gesetzte Betsy zu erwähnen. Die nackten Superhexen vom Rio Amore kann ich wirklich jedem ans Herz legen, der sich mal eine guten Sexploitation Film ansehen will, dabei aber keine all zu harte Szenen ertragen will oder allen die Jess Franco Filme lieben. Wer sie nicht liebt, wird entweder durch diesen Film vom Gegenteil überzeugt oder hat selber Pech undweiß nicht was er verpasst.

Filmplakat

Katja Bienert

Meschede den 24.11.2005


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