Filmblog, Medienblog und der ganz normale Wahnsinn
tth | 28 Oktober, 2005 16:38
Die bildhübsche Doriana Gray lebt zurückgezogen nur mit ihrem stummen Diener Ziros in einem alten Schloss. Sie wird gequält mit Gedanken an ihre Zwillingsschwester die ihr bis aufs Haar gleicht, deren Schönheit jedoch vollkommener und unzerstörbarer zu sein scheint. Diese Schwester lebt ebenfalls abgeschottet von der Außenwelt in einer Psychiatrie. Dem Geheimnis dieser beiden Frauen auf der Spur taucht eines Tage eine Journalisten aus New York bei Doriana auf. Sie schreibt für das Magazin "Frauen Heute", dass sich der Bewegung zur Befreiung der Frau angeschlossen hat. Da Doriana Grey eine emanzipierte Frau ist und die Leserinnen des Magazins wissen das Doriana Grey die lesbische Liebe bevorzugt, hat "Frauen Heute" ein ziemliches Interesse an ihr.
Dass alles erfährt man in den ersten zehn Minuten des Films. Danach sind ausgeklügelte Dialoge eher Mangelware und eine weitere Handlung sucht man auch vergebens. Aber das ist scheißegal, denn wir haben es hier mit Jess (Jesus) Franco Film zu tun, bei dem Erwin C. Dietrich produziert hat. Handlung ist also Nebensache und würde nur vom wesentlichen ablenken. Das Wesentliche sind in diesem Fall (natürlich) die ausgeprägten Sexszenen. Diese setzten sich aus drei Komponenten zusammen. Die meiste Zeit sieht man Dorianas Schwester beim Masturbieren, da sie dieses immer dann tut wenn Doriana die anderen beiden Komponenten betreibt. Sie Sex mit jeder Frau die nicht bei drei auf den Bäumen ist (ja ja die lesbische Liebe) und treibt es ab und zu auch mit ihrem Diener Ziros. Der ist jedoch eher eine Notfalllösung, da Doriana ihren Sexpartnern beim Oralsex die Lebenskraft aussagt. Ihr Dilemma ist halt nur, dass ihre Schwester statt ihrer die Lust dabei empfindet. Da der Film in zwei Fassungen existiert muss man bei den Sexszenen jedoch etwas differenzieren. Diese sind Jess Franco typisch mit vielen Zooms in Szene gesetzt und für seine Verhältnisse schon rehct hart, jedoch gibt es auch eine richtige Hardcore Szenen, die wohl vom Produzenten nachträglich in den Film geschnitten wurden. Die Sexszenen sind aus heutiger Sicht bestimmt nicht jedermanns Sache, da es wie in den 70gern üblich sehr brauner Bär (soll heißen die Mädels sind recht behaart) gibt. Das ändert aber nichts daran, Hauptdarstellerin Lina Romay wirklich schön anzusehen ist, wenn sie nackt oder nur mit dünner Seite bekleidet durch ihr Schloss schlendert. Das wird zwar alles auf die Dauer extrem langweilig, aber wenn man Jess Franco Fan ist, guckt man es sich trotzdem bis zum Ende an und wenn man keiner ist, lässt man ja eigentlich von Anfang an die Finger von dem Film.
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Bildnis der Doriana Gray
Langschaft | 26/06/2006, 15:40