Filmblog, Medienblog und der ganz normale Wahnsinn
tth | 30 September, 2005 16:55
Da ich erfahren habe, dass sich die Leser meines Blogs sehr
für die Arbeiten der Laura Gemser
interessieren, habe ich mir mal die Mühe gemacht mir mal einen Laura Gemser
Film genauer anzusehen. Hierbei handelt es sich um Black Emanuelle (1975).
Nicht zu verwechselen übrigens mit Black Emanuelle in Afrika aus dem Jahre 1978.
Die Fotographin Mae Jordan alias Emanuelle (Laura Gemser) reist nach Afrika um dort Photos für ihr Magazin zu machen. Dort trifft sie auf ihre Kollegin Ann Danieli (Karin Schubert). Ann nimmt Emanuelle bei sich zu Hause auf. Dort vertreibt man sich die Zeit mit Poolpartys, Tennis und gepflegten Liebesspielen. An diesen nimmt Emanuelle rege Teil. Sie verführt quasi alle handelnden Personen. Ann selbst scheint nicht mehr wirklich viel mit ihrem Mann zu haben und geht deshalb lieber zu einem schwarzen Tankwart. Am besten sind jedoch die Szenen in denen Emanuelle eine kleine Photostrecke mit Ann knipst und die in der sie die Geliebte von Anns Mann am Pool verführt. Später füllt sie sich noch mit Eingeborenenschnaps ab und führt ein kleines Tänzchen auf. Doch wirkliches Glück findet sie vor Traumhaften Kulisse Afrikas nicht.
Man muss zugeben, dass die Story des Films niemanden wirklich
vom Hocker reißen kann. Aber dieses Manko gleicht Laura Gemser tausendmal
wieder aus. Wobei ich aus ästhetischen gerne weniger Szenen mit Männern und
dafür mehr Frauen gesehen hätte. Zumal bin ich mir ziemlich sicher, dass es
schlechtere Filme über Afrika gibt. Man bedenke nur die ganzen Schnulzen die
gerne mal von der ARD produziert werden und nur aus Landschaft und Herzschmerz
bestehen. Da ist dieser Film doch wesentlich besser, auch wenn man auf Grund
des wohl eher niedrigen Budgets keine großen Landschaftsaufnahmen produzieren
konnte. Zumal der Film teilweise auch versucht ein wenig den Konflikt zwischen
Schwarzen und Weißen aufzuarbeiten. Beziehungsweise Emanuelles Identität als
Mulattin. Ab und zu kann man auch mal Schmunzeln, auch wenn die Metapher des
Auto Betankens keine große Kunst ist. Letztendlich ist der Film aber einfach
ein Muss für jeden Laura Gemser Fan und all diejenigen die Filme aus dem großen
Kinojahrzehnt der 70er Jahre mögen.
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