Filmblog, Medienblog und der ganz normale Wahnsinn
tth | 29 September, 2005 13:40
Auch wenn das alles eher nach einem noch halbwegs normalen Gangsterfilm klingt, handelt es sich bei „In China essen sie Hunde“ doch um eine tiefschwarze Farce. Arvid wird vom scheinbar normalen Typen zum schwerkriminellen und dass aus eigentlich nicht nachvollziehbaren Gründen. Fragen nach Moral werden nur ganz am Anfang gestellt, danach laufen alle Handlungen wie selbstständig ab. Dieses sieht man auch an Martin und Peter. Diese sind eigentlich nur Köche in Haralds Restaurant, aber dennoch erledigen sie wie selbstverständlich sämtliche Drecksarbeit für ihren Chef. Auch Haralds Verhalten ist nie wirklich rational. Die Vorschläge seines Bruders, den er neun Jahre nicht gesehen hat, setzt er ohne zu hinterfragen mit in die Tat um, ohne dabei auch nur im kleinsten an irgendwelche Konsequenzen zu denken. Neben den grandiosen Darstellern und recht kreativen Handlung lebt der Film zu großen Teilen von den Dialogen. Diese sind durch und durch mit schwarzem Humor gespickt und meistens ohne jede Emotion dargebracht, so dass man denken könne, es sei etwas völlig normales eine ganze Rockband zu erschießen oder seine Exfreundin umzubringen und auf Küche und Flur zu verteilen. Aber was ist schon normal? Dass Ende des Film auf keinen Fall! Aber gerade davon, dass in diesem Film alles etwas anders ist lebt er.
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