Filmblog, Medienblog und der ganz normale Wahnsinn
tth | 22 September, 2005 13:20
Nancy und ihre Freunde leben allesamt in der Elm Street und führen ein behagliches Vorstadtleben. Dieses ändert sich als die gesamte Clique auf einmal anfängt von einem Mann zu träumen, der sie mit seiner Klauenhand töten will. Aus Angst treffen sich die Vier im Haus von Tina, da sie Angst hat alleine zu sein. Diese wird jedoch in dieser Nacht, kurz nach dem Koitus mit ihrem Freund Rod wie von Geisterhand regelrecht zerstückelt. Natürlich glaub niemand Rod, dass da noch jemand anderes im Zimmer war. Für die Polizei scheint die Sache klar, als er sich in seiner Zelle vermeidlich selbst stranguliert. Nancy die glaubt, dass der Mann mit der Klauenhand und dem verbrannten Gesicht sie als nächstes töten will und dass sie diesem Schicksal nur entfliehen kann, wenn sie nicht mehr schläft. Von der Erwachsenen glaubt jedoch niemand Nancys Theorien und sie wird einfach belächelt. Sie erfährt aber von ihrer vor Stress langsam zum Alkoholiker werdenden Mutter, dass es sich bei dem Mörder aus ihrem Traum um Fred Krueger handelt. Dieser war ein Kindermörder, der von den Eltern der Elm Street getötet und verbrannt wurde um ihn unschädlich zu machen. Also beschließt Nacy es allein mit Fred Krueger aufzunehmen. Sie will ihn aus der Traumwelt in die Realität holen kann um ihn dort zu besiegen
Horrorfilme spielen mit den Ängsten der Menschen. Während
Michael Myers der schwarze Mann ist, der im dunkeln auf dich lauert, ist Freddy
Krueger der personifizierte Alptraum. In ihren Träumen ist Nancy Freddy Krueger
scheinbar schutzlos ausgeliefert und kann auch nicht wirklich vor ihm davon
laufen, da er im Traum quasi Heimvorteil hat. Hier entsteht auch die Spannung
des Films. Zum einen gibt es immer die Angst davor einzuschlafen, was früher
oder später den Tod bedeuten würde und zum anderen ist der Horror in den Traum
immer am stärksten ausgeprägt. Was den Film zudem auszeichnet sind seine
Gegensätze, es gibt neben dem Gegensatz Traum/Realität auch noch denn der
Jugendlichen gegenüber den Erwachsenen.
Diese glauben den Teenagern nicht und ignorieren ihre Ängste völlig, obwohl ist
es ja eigentlich besser wissen, da sie es waren die Freddy einst umgebracht
haben. Hierin liegt auch ein Knackpunkt der Figur Freddy Kruegers selbst. Er
ist zwar der Böse, aber im weitesten Sinne rächt er sich auch an seinen
Mördern. Was ich persönlich noch toll fand, war auch hier die klassische
Horrorfilmregel eingehalten wurde, dass wer Sex hat stirbt. Wobei es hier wohl
eher weniger um Moral geht, wie ich finde. Es gibt zwar auch Gewalt im Film,
aber ist diese nicht so plump dargestellt, wie z.B. in „Freitag der 13.“. Was
jedoch nicht heißen soll, dass Freddy mit seinen Opfern irgendwie schonen
würde. Blut gibt es mehr als genug und gerade die Szenen in denen Mann Freddy
in der Realität nicht sind sieht sind besonders schauerlich.
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