Filmblog, Medienblog und der ganz normale Wahnsinn
tth | 27 August, 2005 15:16
Woher dieser Ausdruck stammt (sollte es ihn geben), ist mir auf dem Rückweg vom Mareinfeld klar geworden. Den wenn man erst mal da war IHN anzubeten, gab es quasi kein entrinnen. Sämtliche Bahnhöfe überlastet und 200.000 Pilger vor und hinter einem. Da wäre ein kurzfristiges Ableben eigentlich einfacher gewesen. Aber wie man sieht bin ich schließlich doch irgendwie wieder hier angekommen. Deshalb kann ich auch nun ein paar kleine Stichworte dazu geben wie ich die Zeit verbracht habe.
Lagerplatz: Der Lagerplatz auf den Düsseldorfer Rheinwiesen ließ eigentlich keine Wünsche offen. Gepflasterte Wege sind eine Sache die ich im letzten Pfingstlager gerne gehabt hätte. Problematisch war nur, dass es bei einer Länger von 1,6 Kilometern schon mal eine Weile gebraucht hat, bis man vom einen Ende des Platzes zum anderen gekommen ist.
PSG: Der PSG oder auch die Pfadfinderinnenschaft St. Georg ist ein Reiner Frauenverband und war neben dem DPSG Mitveranstalter von Scoutmission. Diese Mädels haben, damit man sie auch von weit her erkennt eine rosa Jurte und ihr Rüsthaus heißt Boutique. Wenn man als Mann dem PSG (wieso fällt mir dazu eigentlich immer PMS ein?) beim Aufbauen seiner Zelt hilft, ist das schon ein Erlebnis für sich. Nicht das ich behaupten will, dass Frauen aus Prinzip schon keine Zelte aufbauen können. Jedoch war es schon ein wenig erschreckend wie lange man jeden einzelnen Aufbauschritt diskutieren kann.
Sodexho: Sodexho war während des gesamten Weltjugendtag für Verpflegung sämtlicher Pilger zuständig. Und wer jetzt denkt es sei gar nicht so einfach drei Mahlzeiten am Tag für 800.000 Pilger bereitzustellen, der irrt. Es war völlig unmöglich. Sodexho hat prinzipiell immer an den falschen Stellen zu viel und an wichtigen Stellen zu wenig Essen geliefert. Über die Qualität des Essens gebe ich jetzt mal keinen Kommentar ab, da wir als volunteers im Scoutmission Camp 24 Stunden Essen aus unserer eigenen Küche hatten. Gott sei dank war ich kein normaler Pilger. Denn ich hätte mich schon ein wenig verarscht gefühlt, wenn ich dass Essen, für das ich ja bezahlt habe nicht bekommen hätte.
Security: Mein Job bei Scoutmission war die Sicherheit der Pilger auf dem Lagerplatz zu gewährleisten. Das sah dann wie folgt aus. Wir mussten uns an die Eingänge setzten und bei jedem kontrollieren, ob er auf seinem Pilgerpass einen Subcampaufkleber hatte, der ihm den Zugang erlaubte. Bis zum Ende des Lagers hatten dann auch die meisten das Prinzip verstanden und haben ihren Aufkleber auch mal sichtbar angebracht. Nichts desto trotz war der Job ab und zu ein wenig ermüdet, da außer am Haupteingang nie wirkliche Arbeit war. Aber es gab ja auch immer Unterhaltungsprogramm im Rahmen des Funkverkehrs. Ich sag nur: Funkdisziplin.
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