Filmblog, Medienblog und der ganz normale Wahnsinn
tth | 19 Mai, 2005 14:26
Da ich ja auf der einen Seite die Fachhochschule Meschede sehr schätze und immer gerne dort bin und weil ich als Abiturient ja bekanntermaßen auch nichts besseres zu tun habe, besuchte ich gestern dort eine Veranstaltung zum Thema ZVS. Ich muss jedoch leider sagen, dass der Erfolg recht mäßig war. Denn wenn ich an der FH Meschede studiere brauche ich die ZVS gar nicht und da ich auch weder Medizin noch Lehramt oder Psychologie studieren will brauch ich mich fast nicht damit beschäftigen. Aber was tut man nicht alles für die Frauen? Diese machten dort übrigens dass Groß der Zuhörer aus und daran dass ein Mann im Anschluss eine Frage stellte, kann ich mich auch nicht so recht erinnern. Auf jeden Fall weiß ich jetzt, dass die Universitäten in unserem föderalen Staat wieder mal dabei sind alles umzustellen. Ob es jetzt gut oder schlecht für mich ist, dass die Unis sich ihre Studenten fortan zu 60% selber aussuchen können weiß ich nicht. Jedoch hab ich ja auch noch einwenig Zeit für meine Hochschulbewerbung.
(weiter)tth | 18 Mai, 2005 18:39
So oder so ähnlich könnte man das diesjährige Pfingstlager des DPSG Meschede beschreiben. Bis Samstagmorgen um 5:30 war alles wunderbar. Zu diesem Zeitpunkt beendete ich meine Nachtwache bei einem fast wolkenlosen Himmel um dann ein paar Stunden später bei strömenden Regen wieder aufzuwachen. Ein Pfingstlager ohne Regen wäre zwar kein Pfingstlager, aber das was sich im Laufe des Samstag entwickelte ist in meiner 11 jährigen Pfadfinderhistorie noch nicht vorgekommen. Der Lagerplatz am Rande des idyllischen Löllinghausens verwandelte sich im Laufe des Tages von einer Spinat-grünen Wiese in einen Schokoladen-braunen Schlammsumpf. Diese Situation konnte uns jedoch nicht daran hindern unsern Spaß zu haben. Größten Anteil daran hatte übrigens Polle, der mit seinem „Loch“ in der Wiese dafür sorgte, dass jeder zweite im Lager bis zu den Knien im Morast versank. Am Sonntag hörte es dann sogar irgendwann auf zu regnen und die von uns Rovern organisierte Lagerolympiade konnte stattfinden. Jedoch wurde im Anschluss an diese von der Leiterrunde beschlossen, die das Lager für die gesamt Wölflingsstufe vorzeitig zu beenden, da diese doch um einiges mehr an Nässe und Matsch gelitten hatten. Bevor sie jedoch das Lager verließen konnte noch die Gerichtsverhandelung geführt werden, um festzustellen wer der Mörder sei. Hierbei redete sich Hans dummerweise um Kopf und Kragen und die Meute wollte ihn hängen sehen. Dass der Mörder immer der Gärtner ist, durchschaute jedoch niemand. Ein Wort zum Abbauen am nächsten Tag noch: „Die Hektik ist der Feind des Erfolgs!“
tth | 08 Mai, 2005 21:08
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Um eins vorweg zu nehmen. In diesem Film frisst kein Mensch einen anderen Menschen auf! Es geht vielmehr um Primitive, wie auch der Originaltitel es sagt. Aber im weiteren Sinne ist das ganze doch ein Kannibalenfilm, da alle anderen Elemente des Genres vertreten sind. Ein Fall von klassischem Etikettenschwindel.
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tth | 06 Mai, 2005 14:11
tth | 28 April, 2005 23:16
Wäre eine recht einfach Sache geworden, wenn ich mich nicht von ein paar Anspielungen auf Huxleys „Brave new World“, dazu hätte verleiten lassen, den anderen Text zu nehmen. Das Problem begann damit, dass die erste Aufgabe war, etwas über den Dollyvater Dr. Wilmunt zu schreiben. Dieser machte jedoch nur 3 Zeilen im Text aus. Ich tröste mich einfach mal damit, dass das bestimmt Absicht vom Sommer war, damit unser sumamry nicht zu lang wird. Im zweiten Teil konnte ich dann rocken, bzw. konnte es versuchen. Denn in all den Frankenstein, H. G. Wellsund Huxley vergleichen einen wirklichen Sinn zu finden war nicht so ganz einfach. Zudem vermute ich mal, dass der Autor eigentlich keine Ahnung hatte und einfach nur Phrasen dreschen wollte. Kein Wunder das dieser Artikel Herrn Sommer gefiel. In meinem Comment konnte ich dann aber wirklich zeigen, wie sehr ich diesen Text durchblickt hatte und konnte wie schon in der letzten Klausur vom „first Step to become one with god“ berichten. Nur diesmal habe ich zumindest versucht. Zu erklären was ich damit meinte.
Alles in allem denke ich mal, dass ich jetzt wenigstens sagen kann ich hätte Genetik im Abi gemacht und dass ich es nicht geschenkt bekommen habe. Denn es soll schon Leute geben, die meinen Vangawürger und aggressive Bundbarsche seien nicht schwer genug.
By the way: Wenn man sich Sex mit einer Frau aus einem
Schwarzweißfilm vorstellt, stellt man sich den Sex dann auch schwarzweiß vor?
tth | 24 April, 2005 22:25
Die letzten Wochen waren wirklich turbulent. Völlig unerwartet war auf der letzte Schultag. Damit hatte natürlich niemand gerechnet, dass es irgendwann noch einmal ernst werden würde. Aber was will man machen? Am Dienstag ging es dann auch direkt mit Bio los. Das war jedoch eher eine Enttäuschung. Die Klausur bestand aus einer Evolutions-/Ökologieaufgabe, die wenn man die letzte Klausur konnte eigentlich kein Problem war und irgendeinem Quatsch über die Aggressionen von schwulen Kampffischen. Nach dieser Enttäuschung nahm der Tag jedoch noch eine positive Wendung. Weißer Rauch! Bzw. schwarzer oder auch grauer. Das konnte am Anfang niemand so genau sagen, aber man einigte sich am Ende doch darauf, dass wir wohl doch einen neuen Papst hatten. Die Frage wieso der Phoenixkommentator vor allen anderen wusste, wer es war, konnte mir zwar niemand beantworten. Aber das war auch egal, denn ich war wie wohl jeder andere auch erstmal schockiert, dass es Ratzinger war. Das dauerte so ungefähr eine Stunde und dann hatte ich ihn schon ins Herz geschlossen und fand seinen Namen echt Klasse. So durch einen neuen Papst gesegnet, konnte ich dann auch die Geschiklausur schreiben. Diese war dann auch recht chillig da ich auf die richtigen Themen gesetzt hatte. Aber Highlight der Woche war unser grandioses Schuljubiläum. Die Party als solche war ja schon recht geil, aber der Besuch des Embassys mit der vorsitzenden des Fördervereins hat echt alles gerockt.
tth | 02 April, 2005 14:18
Es gibt ja Situationen die einen Mann einfach freuen. Dazu gehört zum Beispiel als einziger Mann in einem Raum zu sein, in dem sonst nur Frauen sind. Das ganze ist jedoch nur halb so schön wenn alle diese Frauen lesbisch sind. Der Stammtisch lesbischer Frauen im HSK e.V. hatte nämlich die Autorin und Hundeschulleiterin Miriam Müntefering zu einer Lesung eingeladen. So wurden mir und den anwesenden Lesben Auszüge aus ihrem neusten Buch präsentiert. Es ging um vier (lesbische) Frauen. Den Sinn dahinter habe ich zwar nicht durchschaut, aber Alltagsliteratur an sich reiz mich ja auch nicht. Den Anwesenden gefiel es jedoch. Am interessantesten fand ich noch den Part im dem sie erklärte, dass auch eine Figur aus ihrer Kinderbuch Reihe irgendwann mal lesbisch werden würde (was auch sonst?). Außerdem bin ich der festen Überzeugung, dass man in ihrem nächsten Werk die Verwandtschaft zu ihrem Vater doch erkennen kann, da darin irgendeine lesbische Romanfigur eine Gewerkschaft gründet….. oder so. Auf jeden Fall klingt das nach den Sozis!
(weiter)tth | 29 März, 2005 19:59
tth | 23 März, 2005 11:50
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"Dieser Film sollte laut vorgeführt werden!“ heißt es direkt zu beginn des Films und wer jetzt schon überzeugt ist ein Meisterwerk vor sich zu haben sollte erstmal die nächste Szene abwarten. Denn es gibt definitiv keine bessere Methode einen Film zu beginnen, als die Hauptdarstellerin sich ausziehen und unter die Dusche gehen zu lassen. Die junge Dame heißt übrigens Tina und hofft auf ihren großen Durchbruch im Musikgeschäft. Aus eben diesem Grund fährt sie mit ihrer Yamaha zu den Studios in dem die legendäre Musikshow Formel 1 aufgezeichnet wird. Nur leider interessiert sich der Produzent nicht wirklich für ihr Demotape. Aber sie ist nicht die einzige die Schwierigkeiten hat. Die Toten Hosen lässt man erst gar nicht ins Studio. In diesem gibt es inzwischen das Problem, dass die 3. Sängerin der Flurs nicht zu finden ist. So wird einfach Tina in ein weißes Hemdchen gesteckt und soll sie doubeln. Ihr Auftritt dauert leider nur sehr kurz, da auf einmal die toten Hosen ins bild laufen und die Aufnahme versauen („Seht ihr eigentlich immer so aus“). Jetzt taucht auch endlich der dritte Flur auf und die Show kann weiter gehen. In dem ganzen Chaos überspielt dann dummerweise der Assistent Stevie zu allem Überfluss ihr Demotape.
(weiter)tth | 20 März, 2005 14:01
Damit wir armen Schüler, die wir keine Ahnung haben, was wir nach dem Abitur machen wollen einen kleinen Einblick in den Uni-Alltag bekommen, haben wir einen kleinen Ausflug zum Tag der offenen Tür zur Ruhr Uni Bochum gemacht. Optisch gesehen ist die gute zwar nicht so der Hingucker, aber Betonklotzfetischisten und diejenigen die meinen zweckmäßige 60er Jahre Architektur sei ansatzweise so etwas wie schön werden ihre wahre Freude dort haben. Das Programm an sich fing richtig klasse an. Wir bekamen erst einmal eine Art Turnbeutel mit Reis, Dip, Wasser, Kochbuch, Salz, Werbung und einer kleinen Verhütungsfibel geschenkt. Im großen Hörsaal des Audimax gab es dann auch noch eine Bauchtanzvorführung, die uns wohl einen tiefen Einblick ins Studentenleben geben sollte. Leider wurde die Performanz der Damen vom Rektor die Uni unterbrochen. Welchen Zweck der erfüllt kann ich leider nicht sagen, da es niemand geschafft hat ihm klar zu machen, dass das Mikrofon viel zu leise war. Zudem gab es noch zwei Filme. Der erste war so eine Art Werbefilm für die Uni, in dem absolut verplante und nicht wirklich photogene Studenten erklären durften, warum die Ruhr Uni so ultimativ geil sei. Der zweite war jedoch wirklich super. Es war eher so eine Art Videoclip in dem ein Typ sich mit seiner Sonneliege auf den Campus legt und mit seiner Fernbedienung die Welt um sich herum morpht. Sah echt super aus und war klasse gemacht. Im Anschluss sollten wir uns bei den Studenten der jeweiligen Fachschaften einfinden die bereits vorm Audimax mit schildern auf uns warteten. Ich hatte zwar erst gedacht, zur Slavistik zu gehen, da es dort Frühstück gab, entschloss mich dann jedoch den Philosophen zu folgen. So fand ich mich in einem ziemlich kleinen Seminarraum, zusammen mit 2 definitiv androgynen Wesen, ein paar Kommunisten mit langen Haaren, einigen irgendwie fehl am Platz wirkenden Leuten und sogar ein paar halbwegs gut aussehenden Mädels wieder. Die zuletzt genannten waren dann auch die einzigen die irgendwie Ahnung von der Materie hatten, bzw. mal etwas sagten und man merkte ihnen an, dass sie wohl in der Schule richtigen Philounterricht gehabt hatten, in dem richtig gearbeitet wurde. Im Anschluss daran suchte ich die Medienwissenschaftler auf. Hier war der Andrang um einiges größer und richte fand es extrem unfair, dass gerade das Fach das ich studieren wollte so überlaufen war. Nachdem man uns dort auf jeden Fall zum ich weiß nicht wievielten mal das neue Batchelor, Master und Creditspointssystem erklärt hatte wurde es dort richtig interessant. Man führte und die ersten paar Minuten aus „Lola rennt“ vor. Die dadurch entstandene gute Stimmung wurde später jedoch durch die Nennung des NCs zunichte gemacht. Nach kurzer Orientierungslosigkeit machte ich mich dann endlich auf die Slavisten zu suchen und fand auch die Reste des Frühstücks. Das Seminar über die Volksrepublik Polen, welches ich besuchte bot mir zwar nicht so viel neues, aber das ganze war doch irgendwie sympathisch. Den „Polnisch in 20 Minuten“ Kurs habe ich dann leider verpasst, da ich eine Verabredung in der Kantine hatte. Alles in allem ein recht informativer Tag, der mich nicht wirklich weiter gebracht hat, aber doch die Möglichkeit bot mal bei einer Uni reinzuschnuppern.
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